Cartoon der Woche

Als Schmerzpatient hat man’s nicht leicht: Versorgungsengpässe nicht nur in der Apotheke, sondern nun auch auf der Straße 🚭😉

Quelle: http://www.thomasplassmann.de

Eine brandneue Karikatur (mit freundlicher Genehmigung) von Thomas Plaßmann.

Chronisch kranke Menschen für Teilnahme an Studie gesucht

Das Buch über chronisch kranke Menschen © Ilka Baral

Eine anonyme Online-Befragung sucht chronisch kranke Teilnehmer. Die Art der Erkrankung ist nebensächlich, es geht vorrangig um die Erfahrungen in Gesellschaft, Sozial- bzw. Gesundheitssystem. Die Befragung benötigt ca. 50 – 60 Minuten Zeit.

Chronisch kranke Menschen haben oft nicht nur die Krankheit selbst zu tragen, sondern auch mit Vorurteilen, Pauschalratschlägen und Unterstellungen zu kämpfen. Nicht selten stellen familiäre, berufliche oder finanzielle Probleme ein zusätzliches Problem dar. Auch ist es nicht immer einfach, an geeignete Hilfe aus dem Sozial- bzw. Gesundheitssystem zu gelangen.

Eine anonyme Onlinebefragung befasst sich nun umfassend mit dieser Thematik und bittet chronisch kranke Menschen um Teilnahme. Die Art oder Schwere der Erkrankung ist nebensächlich, es geht vorrangig um die Erfahrungen in der Gesellschaft sowie dem deutschen Sozial- bzw. Gesundheitssystem. Es sind explizit Betroffene von körperlicher und seelischer Krankheit eingeladen, außerdem auch von z. B. seltenen, nicht sichtbaren oder wenig anerkannten Erkrankungen.

Die Befragung erfolgt vollständig anonym und in deutscher Sprache. Für die Bearbeitung werden ca. 50 – 60 Minuten veranschlagt. Die Teilnehmer müssen volljährig sein.

Die Initiatorin der Befragung, Ilka Baral, ist selbst mehrfach betroffen. Sie arbeitet derzeit als Autorin an einem Buch über chronisch kranke Menschen. Das Buch wird getragen von 24 Lebensgeschichten von Betroffenen sowie den Ergebnissen der Befragung.

Ziel der Befragung ist es, die bisherigen Eindrücke mit den Erfahrungen einer größeren Gruppe an Betroffenen abzugleichen. Ziel des Buches ist es, für erweiterte Aufmerksamkeit und ein tieferes Verständnis für Betroffene zu sorgen. Es will Tatsachen für Diskussionen liefern, die im Zusammenhang mit chronischer Krankheit auf gesellschaftlicher, politischer und fachlicher Ebene geführt werden sollten. Zudem will das Buch allen Betroffenen mentale Stärkung sein.

„Chronisch kranke Menschen stehen offenbar viel zu oft alleine da. Weder die Gesellschaft noch das Sozial- bzw. Gesundheitssystem scheinen gegenwärtig in der Lage, die Belastungen angemessen aufzufangen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch chronische Krankheit ist beachtenswert. Ich wünsche mir, dass der Begriff ‚chronisch krank‘ in Zukunft Respekt und die Bereitschaft zu Unterstützung hervorruft, statt Unverständnis und Zurückweisung“, sagt Ilka Baral.

Zur Online-Befragung chronisch kranker Menschen (inkl. umfangreicher Informationen für Teilnehmer).

Zusammenfassung aller Informationen zum Buch, der Autorin, der Befragung, den Social-Media-Kanälen.

Ilka Baral ist Betriebswirtin und verfügt zudem über eine medizinische Ausbildung. Sie ist selbst mehrfach von chronischer Krankheit betroffen. Als Redakteurin war sie zuletzt in der Kommunikation für große Technologieunternehmen tätig. Als Autorin arbeitet sie derzeit an einem Buch über chronisch kranke Menschen.

Firmenkontakt
Autorin | Verantwortliche der Befragung
Ilka Baral
c/o AutorenServices.de, Birkenallee 24
36037 Fulda

baral@buch-chronisch-krank.de
http://www.buch-chronisch-krank.de

Pressekontakt
Befragung chronisch kranker Menschen
Ilka Baral
c/o AutorenServices.de, Birkenallee 24
36037 Fulda

baral@buch-chronisch-krank.de
https://www.soscisurvey.de/baral-chronischkrank

App-Tipp: Kaia – Rückenschmerzen zu Hause behandeln

Quelle: Google Play Store

“Ganzheitliche Therapie für die Hosentasche” – damit wirbt das Unternehmen Kaia für seine App. Das Ziel von Kaia ist es, dass möglichst viele Menschen mit ihren chronischen Erkrankungen besser zurechtkommen und ihr Gesundheitszustand sich verbessert – und zwar nur mit einem Tablet oder einem Smartphone.

Worum geht’s?

Rückenschmerzen und ähnliche Leiden an Skelett und Muskeln sind laut einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit weiterhin der häufigste Grund für Fehlzeiten von Arbeitnehmern. Die multi­modale Schmerz­the­rapie ist der medizi­nische Goldstandard für chronische Muskel-Skelet­ter­kran­kungen wie Rücken­schmerzen. Die Entwickler von Kaia haben diese wirksame Therapie digita­li­siert, um sie jedermann überall zugänglich zu machen.

Drei Säulen gegen Rückenschmerzen

Wissen, Atmung, Bewegung: Auf diesen drei Säulen beruht die Kaia-App.

An jedem Trainingstag bekommt der Nutzer im Bereich “Wissen” nützliche Informationen – zum Beispiel über den Aufbau der Wirbelsäule. Dieser Theorie-Teil findet in einem Chat statt und wird individuell auf den Wissensstand des Users angepasst.

Im Teil “Atmung” lernt der Nutzer einfache Entspannungsübungen, die dabei helfen Alltagsstress abzubauen. Auch das trägt dazu bei, die Rückenschmerzen zu reduzieren.

Im praktischen Teil „Bewegung“ erstellt Kaia für den Nutzer individuelle Trainingseinheiten. Jede Einheit besteht aus zwei bis drei Sätzen, jeder Satz umfasst vier bis fünf Übungen. Übungsvideos zeigen die richtige Ausführung und geben die Wiederholungen vor. Man benötigt meist nicht mehr als eine Matte oder einen Stuhl.

Wer hat die App entwickelt?

Kaia wurde geboren, als die Gründer Konstantin Mehl und Manuel Thurner zusammenkamen, um einen effektiveren Weg zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen zu finden. Kaia basiert laut eigener Angaben auf aktuellen Erkenntnissen der Schmerzforschung.

Was kostet die App?

Wer das Rückentraining ausprobieren möchte, kann die App sieben Tage kostenlos nutzen. Danach kostet das Abo für drei Monate 34,99 Euro, für sechs Monate 59,99 Euro und 95,99 Euro für ein Jahr.

Doch Vorsicht: Das Abo verlängert sich automatisch. Wer kündigen möchte, muss das bis 24 Stunden vor Ablauf der Mitgliedschaft tun, verrät das Kleingedruckte. Die Funktion der automatischen Verlängerung kann man über die Kontoeinstellungen deaktivieren.

Zahlen die Krankenkassen?

Manche Krankenkassen, wie z.B. die BARMER, übernehmen die Kosten für die Gesundheits-App für ein Jahr. Danach müssen die Versicherten selbst zahlen. Ist die Kostenfrage mit der Krankenkasse geklärt, sollte man die App über die Homepage der Krankenkasse herunterladen. So jedenfalls bei der BARMER. Ansonsten gibt es Probleme beim Freischalten der Pro-Version.

Sind meine Daten sicher?

Nach meinem Dafürhalten bietet Kaia eine gut verständliche und ausführliche Datenschutzerklärung auf der Website an. Hier legt das Unternehmen offen, welche Daten bei der Nutzung der App gesammelt werden und zu welchem Zweck. Alle Daten werden direkt über die Nutzung der App erhoben. Über die Einstellungen im Browser kann der User der Speicherung von Cookies widersprechen. Das kann allerdings dazu führen, dass nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen.

Mein Fazit

Die Kombination aus Wissen, Atmung und Training ist meiner Meinung nach ein geeignetes Mittel, um Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Mir hilft der Wissensteil, um zu verstehen, wie Schmerz entsteht und verarbeitet wird. Der Atmungsteil hilft mir Stress abzubauen und entspannter durch den Tag zu kommen. Die Videos zu den Bewegungsübungen unterstützen das eigene Bewegungsverhalten. Übungen sind somit leichter durchzuführen als bei vielen Übungsbüchern mit reinen textbasierten Erklärungen. Insgesamt ein gutes Tool, um gegen Rückenschmerzen aktiv zu werden.

Wo gibt es die App?

Kaia ist bei Google Play und im App Store erhältlich.

Überlebensstrategien | Schmerz

Aktuelle Ergebnisse der Schmerzforschung in der Reihe „Überlebensstrategien“

Wozu ist Schmerz gut und wie wird man diesen „Tyrannen“ wieder los? Zu der Frage, ob chronische Schmerzen operativ behandelt werden können, sowie chronischen Schmerzen bei Menschen mit Querschnittslähmung sprechen Privatdozentin Dr. Rezvan Ahmadi und Prof. Dr. Norbert Weidner vom Universitätsklinikum Heidelberg. Eine Einführung in das Thema Schmerzforschung gibt Prof. Dr. Rohini Kuner, Wissenschaftlerin an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Ruperto Carola.

Gemeinsam gestalten die drei Referenten die nächste Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“, die in diesem Wintersemester fortgesetzt wird. Getragen wird die Reihe von den Sonderforschungsbereichen der Universität Heidelberg, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden; sie ist ein gemeinsames Projekt mit der Rhein-Neckar-Zeitung.

Die Veranstaltung „Schmerz“ findet am 12. Dezember 2019 im Karlstorbahnhof statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Überlebensstrategien Runde 7

Wie überleben Lebewesen – vom Einzeller über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen – unter widrigen Umständen und schwierigen Bedingungen? Mit der Reihe „Überlebensstrategien“ suchen die lebenswissenschaftlichen Forscher der Universität Heidelberg das Gespräch mit der breiten Öffentlichkeit und haben dazu ein besonderes Format gewählt: Im Karlstorbahnhof in entspannter Lounge-Atmosphäre führen sie in ausgewählte Fragestellungen, Methoden und langfristige Ziele der molekularen Lebenswissenschaften ein. Redakteure der RNZ-Stadtredaktion gestalten die Gesprächsführung. Ihre Fragen und Perspektiven bilden die Brücke zum Publikum, das in den Dialog einbezogen wird. Die weiteren Veranstaltungen der Reihe mit musikalischer Begleitung durch Mitglieder des Collegium Musicum finden bis zum Juli 2020 statt.

Prof. Kuner ist Geschäftsführende Direktorin des Pharmakologischen Instituts, das an der Medizinischen Fakultät Heidelberg angesiedelt ist, und Sprecherin des Sonderforschungsbereichs „Von der Nozizeption zum chronischen Schmerz: Struktur-Funktions-Merkmale neuraler Bahnen und deren Reorganisation“. Am SFB 1158 untersuchen die beteiligten Wissenschaftler, wie aus akut-physiologischen Schmerzen chronisch-pathologische Schmerzen werden und wie sich dieser Übergang möglicherweise verhindern oder gar umkehren lässt. Prof. Kuner wird in die Thematik des Sonderforschungsbereichs einführen. Zu den zentralen Fragen der Veranstaltung referieren Prof. Weidner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Paraplegiologie – Querschnittzentrum, und Dr. Ahmadi, die die Sektion Operative Schmerztherapie und periphere Nerven an der Neurochirurgischen Klinik leitet. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Micha Hörnle von der RNZ-Stadtredaktion.

SFBs sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während Sonderforschungsbereiche in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines SFB gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. An der Universität Heidelberg sind aktuell 14 Sonderforschungsbereiche und SFB/Transregios mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen angesiedelt.

Ohne Titel

SCHMERZBLOGADE schreibt über das wahre Leben (mit oder ohne Schmerzen) hinter der Fassade.

„plan b“ im ZDF über Therapien gegen chronische Schmerzen

Paul Murphy, Facharzt für Schmerzmedizin, im Gespräch mit Schmerzpatientin Cathy Clarke. Quelle: obs/ZDF/Christian Efkemann

Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Viele Schmerzpatienten warten etliche Jahre auf eine Diagnose und eine angemessene Behandlung. Wie kann ihnen besser geholfen werden? „plan b“ zeigt am Samstag, 12. Oktober 2019, 17.35 Uhr im ZDF, neue Therapien und Ansätze, die Hoffnung wecken. Die Doku „Schmerz-los – Wie neue Therapien Linderung bringen“ ist ab Freitag, 11. Oktober 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek abrufbar.

In Irland gibt es seit 2014 eine spezielle Ausbildung zum Facharzt für Schmerzmedizin, was für Patientin Cathy Clarke aus Kilhugh von Vorteil ist. Sie leidet am sogenannten komplexen regionalen Schmerzsyndrom, ausgelöst durch eine Routine-Operation am Karpaltunnel. Ihren Beruf musste die ehemalige Anwältin aufgeben. Da verschiedene Therapien bisher nichts geholfen haben, soll nun eine Rückenmarkstimulation dafür sorgen, dass die Schmerzreize nicht mehr weitergeleitet werden. Dafür muss ein Neurostimulator am Rückenmark implantiert werden – ein riskanter Eingriff. Cathy Clarke setzt alle Hoffnung in ihren Arzt Paul Murphy vom St. Vincent’s Hospital in Dublin. Murphy kann sich seit der Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin mehr Zeit für seine Patienten nehmen und profitiert davon, dass mehr Geld in die Forschung gesteckt wird.

„plan b“ zeigt am Beispiel Irlands, welche Vorteile die strukturelle Änderung im Facharztbereich bringt – und was Deutschland daraus lernen kann. Auch neue Therapien werden vorgestellt: Christoph Stein von der Charité in Berlin forscht an einer neuen Generation von Schmerzmedikamenten, die genauso gut wirken wie Opiate, jedoch keine Nebenwirkungen haben. Und an der Schmerzklinik in Kiel hilft der Arzt Hartmut Göbel Patienten mit chronischer Migräne – mit einer neuartigen Migräne-Impfung.

Weiterlesen

Zahl des Tages: 50 Einheiten Schmerzmittel pro Kopf

Quelle: qimono, pixabay.com

50 Einheiten beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch von rezeptpflichtigen und -freien Schmerzmitteln in Deutschland pro Jahr. Dabei steht eine standardisierte Einheit für eine Tablette, eine Ampulle oder fünf Milliliter Saft. Das meldet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller anlässlich des „Aktionstages gegen den Schmerz“.