18 Monate Wartezeit für Schmerzpatienten

Quelle: meinbier, pixelio.de
Quelle: meinbier, pixelio.de

„Noch immer existieren Kapazitätsengpässe in der Schmerzmedizin. Die Versorgung ist ineffizient.

Gut 1000 schmerzmedizinisch tätige Ärzte gibt es in Deutschland. Viel zu wenige, sagen die schmerzmedizinischen Fachgesellschaften.

Sie fordern eine Verdopplung der Zahl der Einrichtungen – und mehr politisches Gewicht für die Schmerzmedizin.

Die Schmerzpatientin Marianne Simon, Gründerin der in Weinheim ansässigen Selbsthilfegruppe für Schmerzpatienten „Schmerz lass nach“, kennt die Versorgung von Patienten mit chronischem Schmerz aus der eigenen Erfahrung und aus Gesprächen mit Dutzenden von Patienten: „18 Monate Wartezeit auf einen Termin beim Schmerztherapeuten kommen vor“, so Simon.

Dr. Gerhard Müller-Schwefe vom Schmerzzentrum Göppingen widersprach ihr nicht: Von einigen Akutindikationen abgesehen liege die Wartezeit auch bei ihm derzeit bei mindestens einem Jahr.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel aus der Ärzte Zeitung.

Ärzte hoffen endlich auf valide Daten

„Ein bundesweites Praxisregister kann die Versorgungsforschung bei Schmerzpatienten voranbringen. Das am 17. November startende Online-System soll für Ärzte wenig aufwändig sein.

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) gibt den Startschuss für ein neues, bundesweites Praxisregister für die Versorgungsforschung bei Schmerzpatienten. So soll eine der weltweit größten Schmerzdatenbanken mit pro Jahr über 50.000 Patientendatensätzen entstehen.

Das Register werde vor dem Hintergrund gestartet, dass viele im Zusammenhang mit der Schmerztherapie im Alltag relevante Fragen durch die existierenden Studien und evidenzbasierten Leitlinien nicht beantwortet würden, sagte DGS-Vizepräsident Dr. Michael Überall.

 Es gebe derzeit einen durch die Gesundheitspolitik und durch die universitäre Forschung getriebenen Trend zu einer sich rein an randomisierten Studien orientierenden Schmerztherapie.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Philipp Grätzel von Grätz, Ärzte Zeitung).