Jeder fünfte Mann über 50 erkrankt an Osteoporose

Quelle: Wikipedia
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Osteoporose betrifft auch Männer. An der meist als typische Frauenkrankheit wahrgenommenen Krankheit leide jeder fünfte Mann über 50 Jahren, teilte das Kuratorium Knochengesundheit jetzt mit. 20 bis 30 Prozent der Patienten, die sich wegen Knochenbrüchen als Folge von Osteoporose behandeln lassen müssen, seien Männer, heißt es in der Mitteilung.

Die Ursachen für eine Osteoporose bei Männern und Frauen wichen allerdings stark voneinander ab. Bei neun von zehn Frauen trete die Krankheit aufgrund von Hormonveränderungen im Verlauf der Wechseljahre auf, die sich ungünstig auf den Knochenstoffwechsel auswirken. Bei Männern dagegen seien lediglich in 40 Prozent der Fälle Veränderungen im Hormonhaushalt für eine Osteoporose verantwortlich.

Vielmehr lägen bei 60 Prozent der männlichen Patienten spezifische Ursachen zugrunde, etwa Langzeittherapien mit Cortison-ähnlichen Präparaten bei Asthma, eine Überfunktion der Schilddrüse, Kalziummangel bei entzündlichen Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen mit erhöhter Kalziumausscheidung oder Störungen des Vitamin-D-Stoffwechsels. Osteoporose bei Männern trete auch häufiger in Zusammenhang mit einer Parkinson-Erkrankung, Epilepsie oder bestimmten Krebserkrankungen auf, teilt das Kuratorium mit. Neben den krankheitsbedingten Faktoren existierten weitere Risiken, die sich aber gut vermeiden ließen, beispielsweise Alkoholmissbrauch, kalziumarme Ernährung, starkes Untergewicht oder Bewegungsmangel.

Studien zeigten, dass die Osteoporose eine unterdiagnostizierte Krankheit sei. «Männer werden viel seltener untersucht als Frauen», heißt es. Bei Frauen zögen Ärzte siebenmal häufiger eine Knochendichtemessung zur Diagnose heran als bei Männern. Und je älter die Patienten seien, desto seltener ordneten Ärzte die Knochendichtemessung an, besonders bei Männern. Die Zahl der an Osteoporose Erkrankten in Deutschland wird auf mehr als sechs Millionen geschätzt, Frauen sind fünf Mal häufiger betroffen als Männer.

Rückenschmerz: Warum die Therapie des Volksleidens so schwierig ist

Quelle: FOCUS Gesundheit, Dezember/Januar 2014/15
Quelle: FOCUS Gesundheit, Dezember/Januar 2014/15

„Rückenschmerzen verschlingen Milliarden und legen Millionen Menschen lahm. Ärzte operieren am Rückgrat heute so häufig wie nie zuvor. Die Zahl der Rückenpatienten wird trotzdem nicht kleiner. FOCUS Gesundheit erklärt, wieso es so oft an der richtigen Therapie mangelt und worauf Betroffene achten sollten.“

Zum Inhalt:

  • Meisterkonstruktion Wirbelsäule: die bildgewaltige FOCUS GESUNDHEIT-Infografik
  • Komiker Wigald Boning, Gewichtheberin Julia Schwarzbach und Ballerina Elaine Underwood – Prominente sprechen über ihr Kreuz mit dem Kreuz
  • Forschung: Wie künstliche Bandscheiben dem Original immer ähnlicher werden und wie Patienten davon profitieren
  • Wie High-Tech-Operationen Patienten neue Hoffnung geben
  • Rückenregeln für den Alltag: Praktische Tipps für den Haushalt und das Büro
  • Wie Unternehmen ihren Mitarbeitern den Rücken stärken: FOCUS GESUNDHEIT zu Besuch bei Niederegger und Adidas
  • Wie ein falscher Gang auf den Rücken schlägt: Eine Autorin macht im Bewegungsanalyselabor den Selbstversuch
  • Was wir aus der Evolution lernen können, um gesünder zu leben
  • Heilung nach Fahrplan: Was sind Alarmzeichen? Wann ist es Zeit für welche Therapie?
  • Therapien- und Medikamentencheck: Was hilft wirklich?
  • Reine Kopfsache: Welchen Einfluss die Psyche auf chronische Schmerzen hat
  • Selbsttest Rückenschmerz: 21 Fragen zu Ihrem Rückenrisiko
  • Osteoporose frühzeitig erkennen und richtig behandeln
  • Wie Stress auf den Nacken schlägt und welche Übungen helfen
  • Schwingungen, Salben und Sitzmöbel: Innovative Produkte für einen entspannten Rücken
  • Zehn Sport-Arten im Rücken-Check
  • Die FOCUS-Ärzteliste: Deutschlands Top-Spezialisten für Rückenschmerzen und Wirbelsäulenchirurgie

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Stefan Schweiger, FOCUS Gesundheit).