Ursache für Tumorschmerz entdeckt

Quelle: Gesundheitsstadt Berlin
Quelle: Gesundheitsstadt Berlin

„Schmerz ist eines der häufigsten Begleiterscheinungen von Krebs. Wissenschaftler haben nun eine Ursache für Tumorschmerz entdeckt. Der Fund könnte helfen, den Schmerz künftig besser auszuschalten.

Krebs tut oft lange Zeit nicht weh. Doch im fortgeschrittenen Stadium leiden viele Patienten oft unter unerträglichen Schmerzen, insbesondere wenn Knochenmetastasen vorliegen. Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sind dem Tumorschmerz nun wissenschaftlich nachgegangen. In Experimenten konnten sie zeigen, dass Tumore bestimmte Botenstoffe ausschütten, die benachbarte Nervenzellen überempfindlich für Schmerzreize macht. Tumore produzieren diese Botenstoffe, um das Wachstum neuer Blutgefäße in ihrer Umgebung anzuregen. Der Sensor dieser Botenstoffe ist das Rezeptorprotein VEGF-Rezeptor 1, das sowohl in Blutgefäßen als auch in Nervenendigungen vorkommt. Schalteten die Wissenschaftler den VEGF-Rezeptor aus, linderte das die Tumorschmerzen, wie die Forscher in der Zeitschrift „Cancer Cell“ berichten.hmerz entdeckt. Der Fund könnte helfen, den Schmerz künftig besser auszuschalten.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Beatrice Hamberger, Gesunheitsstadt Berlin).

Tumorschmerz: Das Opioid-Komplott

„Etwa 50 Prozent aller Krebspatienten haben Schmerzen, in fortgeschrittenen Stadien sind es bis zu 90 Prozent. Onkologen kritisieren, dass sich die Firmen zu stark auf Opioide konzentrieren. Dabei gibt es alternative schmerztherapeutische Ansätze im Falle eines Therapieversagens.

Um die Lebensqualität von Patienten mit Tumorschmerzen zu verbessern, ist neben psychoonkologischen Konzepten vor allem eine maßgeschneiderte Analgesie gefragt. Das Thema betrifft sowohl kurative als auch palliative Therapien. Sprechen Patienten mit Tumorschmerz nicht ausreichend auf Morphin, Hydromorphon oder Oxycodon an, verschreiben Ärzte andere Opioide. Bislang gab es zum Wechsel der Medikation keine ausreichend validen Daten.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Michael van den Heuvel, DocCheck News).

Opioidwechsel lohnt sich

„Sprechen Patienten mit Tumorschmerzen auf ein oral verabreichtes Opioid nicht gut an, dann lohnt sich der Wechsel auf ein anderes: Bei der Hälfte bis zwei Drittel der Nonresponder lassen sich die Schmerzen dann ausreichend lindern.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Ärzte Zeitung)