Mit einer Krankheit zu leben, an deren Existenz keiner glaubt

„Tender Points“ von Amy Berkowitz
Quelle: VICE Media

„Amy Berkowitz‘ chronische Schmerzen begannen in der Schulter. Dann spürte sie den stumpfen Schmerz im ganzen Körper. Mit 23 Jahren wurde ihr dieses ständigen Unbehagen zu viel. „Jeden Morgen wachte ich auf und fühlte mich, als wäre ich von einem LKW überfahren worden“, schreibt Berkowitz in ihrem neuen Buch Tender Points. „Ich fühle mich, als hätte mich ein Bus angefahren. Ich wache auf und ich fühle mich, als hätte ich ein Schleudertrauma. Ich wache auf und ich fühle mich, als hätte ich auf dem Boden geschlafen.“ Ihr Buch ist nach den 18 Punkten benannt, die Personen mit Fibromyalgie bei Druck als schmerzhaft empfinden—„zwei am unteren Nacken über dem Schlüsselbein, zwei direkt unter der Mitte der Schlüsselbeine, einer in der Falte am Ellenbogen, zwei weitere an der Innenseite des Knies, auf der Körperrückseite zwei am unteren Nacken, einer über jedem Schulterblatt und im Schulterblatt, zwei auf jeder Seite der unteren Wirbelsäule, zwei weitere an der äußeren Seite der Kniesehne“—und sie führt darin in poetischer Präzision aus, wie es sich anfühlt, mit dem chronischen Schmerz dieser Krankheit zu leben und wie es sich anfühlt, wenn einem keiner glaubt, dass man leidet.“

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