Von wegen nur eingebildet

„Fibromyalgie galt lange als ein rein psychisches Leiden. Neue wissenschaftliche Ergebnisse zeigen, dass das zu kurz greift. Doch woher kommt der Schmerz?

Quelle: FAZ
Quelle: F.A.S.

Lachen erschallt im Innenhof des Fachwerkhauses. Fröhlich und unbeschwert klingt es und täuscht darüber hinweg, dass von den zwei Dutzend Frauen hier jede an chronischen Schmerzen leidet. Während sie häkeln oder Speckstein schleifen und sich an großen Holztischen Kaffee einschenken, versuchen sie, das ewige Kribbeln in Armen und Beinen zu ignorieren. Und zu vergessen, dass Muskelschwäche, Erschöpfung, Unkonzentriertheit und Schlafstörungen ihr Leben einschränken. Ihr Leiden nennt sich Fibromyalgie, es ist eine Art Weichteilrheuma. Die Liste der Symptome ist lang, selbst Herzschmerzen zählen dazu. Aber fassen lässt sich die Krankheit nur schwer.

Der Austausch mit anderen Betroffenen ist deshalb so wichtig für die Frauen, die einmal in der Woche hier in einem Vorort von Mainz zu Kaffee und Kuchen zusammenkommen. Es sei kein Ort für kollektives Jammern, stellt Christiane Solbach klar, die seit fünfzehn Jahren die Treffen organisiert. Die Treffen gäben ihnen Kraft, man könne sich über wissenschaftliche Neuigkeiten und Erfahrungen mit Ärzten unterhalten. Sie selbst musste schon so einige machen: Christiane Solbach erhielt 1998 ihre Diagnose, damals war sie Anfang vierzig und litt schon über Jahre.

Im Kindesalter fing es an. Mal traf der Schmerz die Schulter, mal Knie oder Hüfte. Immer hörte er nach kurzer Zeit wieder auf. Mit Mitte dreißig erlitt Solbach nach einer Legionelleninfektion ein Lungenversagen. Danach breitete sich der Schmerz im ganzen Körper aus und blieb. Es vergingen fünf weitere Jahre und viele Arztbesuche, bis ein Rheumatologe eine Fibromyalgie diagnostizierte. „Ich war sehr froh, dass meine Krankheit endlich einen Namen hatte. Ich dachte schon, ich bilde mir meine Beschwerden nur ein“, sagt Solbach.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel von Jakob Simmank, Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Neue Webseite bringt Infos zu Morbus Fabry

Infos zu Morbus Fabry bietet die neue Webseite www.fabry-im-fokus.de. Besucher der Webseite erfahren, was für die Entstehung der Krankheit verantwortlich ist und welche ganz unterschiedlichen Symptome auf diese seltene Krankheit hinweisen können, teilt das Unternehmen Shire Deutschland mit.

Bei Morbus Fabry könne eine große Bandbreite verschiedener Symptome auftreten und auch Kinder könnten bereits davon betroffen sein: Starke Schmerzen an Händen und Füßen, Angiokeratome, Magen-Darm-Beschwerden und Nierenprobleme können zum Beispiel auf die lysosomale Speicherkrankheit hinweisen, erinnert der Hersteller.

Aber auch Auffälligkeiten an der Hornhaut des Auges, Tinnitus und Hörverlust können erste Zeichen sein. Betroffene müssen allerdings nicht alle Symptome entwickeln, und auch die Ausprägung ist von Person zu Person unterschiedlich. Bei Verdacht kann die Diagnose durch einen einfachen Labortest bestätigt werden.

Es wird geschätzt, dass ungefähr eines von 40.000 Neugeborenen betroffen ist, aber man geht davon aus, dass es viele unentdeckte und fehldiagnostizierte Patienten mit Morbus Fabry gibt.

Migräne – Die ständige Angst vor der nächsten Attacke

„Viele Menschen leiden unter Migräne, und Kopfschmerz-Attacken beeinträchtigen ihre Lebensqualität. Medikamente lindern die Beschwerden bei vielen, aber heilbar ist das Leiden nicht. Daher sind Migräniker ein gefundenes Fressen für Anbieter von Therapien, die oft nicht halten, was sie versprechen.

Migräne-Attacken überfallen Hunderttausende in der Schweiz: 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Zwischen Pubertät und Menopausen haben dreimal mehr Frauen Migräne als Männer. Vorher und nachher tritt das Leiden bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf.

Das Rätsel «Migräne» ist bis heute nicht restlos entschlüsselt. Sicher ist, dass es eine genetische Veranlagung für Migräne gibt.

Auch steht fest, dass die Gehirne Betroffener übermäßig auf äußere Reize reagieren. Dies erklärt auch die breite Symptom-Palette bei Migräne-Attacken, die sich nicht bloß auf den Schmerz beschränkt.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Martina Lichtsteiner, Schweizer Radio und Fernsehen).