Frakturschmerz: Ibuprofen bei Kindern Morphin gleichwertig

„Die starken Schmerzen, die Kinder nach einem Knochenbruch erleiden, müssen nicht unbedingt mit Codein oder anderen Opiaten behandelt werden. In einer randomisierten Studie im Canadian Medical Association Journal erzielte das nichtsteroidale Antiphlogistikum Ibuprofen eine gleich starke Wirkung wie Morphin.

Codein war lange Zeit ein beliebtes Schmerzmittel bei Kindern. Die Wirkung beruht auf der „Aktivierung“ zu Morphin in der Leber. Die verantwortliche Enzymreaktion unterliegt starken genetischen Schwankungen. Bei „ultraschnellen Metabolisierern“ kann es zu einer unerwartet starken Morphinwirkung kommen, die aufgrund der geringen thera­peutischen Breite das Risiko von schweren Atemdepressionen birgt. Nach mehreren tödlichen oder lebensbedrohlichen Intoxikationen, zu denen es in der postoperativen Schmerzbehandlung gekommen war (Adenoidektomie/Tonsillektomie), hatten die Arzneibehörden vor einem unkritischen Einsatz gewarnt.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Deutsches Ärtzteblatt)

Was tun bei chronischen Schmerzen?

„Wenn der Schmerz den Alltag bestimmt, bedarf es dringend einer Therapie. Sie besteht oft aus mehreren Pfeilern.

Zwischen fünf und acht Millionen Menschen in Deutschland, so schätzen Experten, haben chronische Schmerzen. Manche lernen, damit zu leben, gewöhnen sich an die Schmerzen. Bei einem Teil der Geplagten ist das jedoch anders. Bei ihnen bestimmen die Schmerzen den Alltag: Sie rauben den Schlaf, ersticken die Lust auf Aktivitäten, isolieren die Betroffenen und schränken ihre Lebensqualität stark ein.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Dr. Ralph Müller-Gesser, Apotheken Umschau)

Wirksam gegen Schmerzen

Opioide gegen chronische Schmerzen Quelle: pixelio.de
Opioide gegen chronische Schmerzen
Quelle: Guenter Hamich, pixelio.de

„Viele Menschen haben Vorbehalte gegen Opioide. Dabei haben diese Medikamente gemäß aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien einen wichtigen Stellenwert in der Schmerztherapie. „In akuten Situationen ist es notwendig, den Schmerz effektiv und rasch zu beseitigen und somit eine Chronifizierung zu verhindern“, so die Privatdozentin Dr. Renate Weber, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie.

Heute würde man chronischen Schmerzen nicht machtlos gegenüberstehen, sagt sie. Es gebe zwar viele Patienten, die mit chronischem Schmerz leben müssten, weil der aus vielerlei Gründen nicht behandelt wurde. Doch habe sie es selbst in ihrer langjährigen Tätigkeit als Tumortherapeutin erlebt, dass alle Schmerzen gut eingestellt werden könnten. „Man kann zwar nicht immer versichern, dass Schmerzfreiheit erreicht wird – aber ein erträgliches Maß an Schmerzen ist möglich“, so Weber.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Sibylle Hübner-Schroll, Main-Post)