Diclofenac könnte Fruchtbarkeit bei Frauen stören

Quelle: Diego Cervo, Fotolia
Quelle: Diego Cervo, Fotolia.com

„Die Wirkstoffe Diclofenac, Naproxen oder Etoricoxib helfen gegen Rheuma und Rückenschmerz. In einer kleinen Studie senkten diese Mittel aber auch die Fruchtbarkeit von Frauen – schon nach zehn Tagen.

Diclofenac ist ein Wirkstoff, der in Gels oder Tabletten steckt, und der helfen soll, wenn man sich den Rücken gezerrt oder das Knie geprellt hat. Er soll Schmerzen und Entzündungen beruhigen und ist in Medikamenten enthalten, die „nichtsteroidale Antirheumatika“ heißen. Dazu gehören auch Medikamente, die die Wirkstoffe Naproxen oder Etoricoxib enthalten.

Die drei Wirkstoffe hatten sich in Versuchen ungünstig auf die Fruchtbarkeit von weiblichen Tieren ausgewirkt. Auf der Jahrestagung der “ Europäischen Liga gegen Rheuma“ in Rom hat nun ein Arzt von einer Studie berichtet, in der Medikamente, die Diclofenac, Naproxen oder Etoricoxib enthalten, die Fruchtbarkeit von Frauen herabgesetzt haben.

Die Mittel werden häufig gegen Rheuma verschrieben, in vielen Ländern sind sie ohne Rezept erhältlich. Mehr als 30 Millionen Menschen auf der Welt nehmen sie täglich ein, nach Angaben der Anti-Rheuma-Liga.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Wiebke Hollersen, Die Welt).

Rezeptfreie Schmerzmittel: Nur achtsamer Einsatz mindert die Risiken

„Wer regelmäßig Schmerzmittel nimmt, kann schnell in einem Teufelskreis landen, denn auf Dauer können die Mittel selbst Kopfschmerzen verursachen, berichtet die Zeitschrift test in ihrer September-Ausgabe. Auch weitere Nebenwirkungen sind möglich. Der Rat: Rezeptfreie Mittel nur in Maßen einnehmen, ohne ärztlichen Rat maximal 4 Tage hintereinander und nicht mehr als 10 Tage im Monat.

Rezeptfreie Medikamente gegen Schmerzen gelten gemeinhin als harmlos, doch auch sie können der Gesundheit schaden, wenn man damit unachtsam umgeht. So lösen Schmerzmittel bei längerem Gebrauch selber Kopfschmerzen aus. Auch weitere Nebenwirkungen sind möglich. Besonders gefürchtet: Leberschäden durch Paracetamol sowie Magengeschwüre und -blutungen durch Acetylsalizylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac. Manche Schmerzmittel könnten sogar das Herzinfarktrisiko erhöhen, zeigen neue Studien.

Die Stiftung Warentest hat die Untersuchungen gesichtet. Fazit: Vormals als geeignet bewertete rezeptfreien Wirkstoffe sind nach wie vor geeignet. Ihr Nutzen überwiegt auch nach jetzigem Forschungsstand das Risiko – wenn Patienten sie achtsam einsetzen. Deshalb rät test: Schmerzmittel ohne ärztlichen Rat maximal 4 Tage hintereinander und höchstens an 10 Tagen im Monat einnehmen.

test gibt Hintergrundinformationen zum Thema und bietet zusätzlich erstmals (kostenpflichtig) Kurzporträts von rezeptfreien Schmerzmitteln mit Bewertung, Dosierhinweisen und Neben-/Wechselwirkungen unter www.test.de/schmerzmittel. Unter www.test.de/medikamente findet sich eine Medikamentendatenbank mit mehr als 8000 Mitteln für 185 Anwendungsgebiete (kostenpflichtig).“