Frakturschmerz: Ibuprofen bei Kindern Morphin gleichwertig

„Die starken Schmerzen, die Kinder nach einem Knochenbruch erleiden, müssen nicht unbedingt mit Codein oder anderen Opiaten behandelt werden. In einer randomisierten Studie im Canadian Medical Association Journal erzielte das nichtsteroidale Antiphlogistikum Ibuprofen eine gleich starke Wirkung wie Morphin.

Codein war lange Zeit ein beliebtes Schmerzmittel bei Kindern. Die Wirkung beruht auf der „Aktivierung“ zu Morphin in der Leber. Die verantwortliche Enzymreaktion unterliegt starken genetischen Schwankungen. Bei „ultraschnellen Metabolisierern“ kann es zu einer unerwartet starken Morphinwirkung kommen, die aufgrund der geringen thera­peutischen Breite das Risiko von schweren Atemdepressionen birgt. Nach mehreren tödlichen oder lebensbedrohlichen Intoxikationen, zu denen es in der postoperativen Schmerzbehandlung gekommen war (Adenoidektomie/Tonsillektomie), hatten die Arzneibehörden vor einem unkritischen Einsatz gewarnt.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Deutsches Ärtzteblatt)

Opioide: Tod auf Rezept

„US-Fachgesellschaften warnen vor zu freizügigem Opioideinsatz jenseits der Onkologie. In einem Positionspapier berichten sie von Todesfällen und Abhängigkeiten durch die Wirkstoffklasse. Patienten sollten gründlicher untersucht und gegebenenfalls an Experten überwiesen werden.

Die American Academy of Neurology (AAN) befasste sich mit einem unangenehmen Thema: In den USA – und sicher nicht nur dort – erhalten viele Patienten Opioide, um Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sowie Schmerzen bei Fibromyalgie in den Griff zu bekommen. Besonders fatal: Laut Rishi Desai vom Brigham and Women’s Hospital in Boston erhält jede fünfte Schwangere bis zur Niederkunft mindestens eine Opioidverordnung. Als möglichen Grund gibt der Forscher Rückenschmerzen an.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (DocCheck News)

Die letzte Option gegen ein qualvolles Ende

„Ein Medikamenten-Cocktail erlaubt es Todkranken, die letzten Tage friedlich zu verbringen. Doch er ist umstritten. Denn die Arznei kann auch gezielt zur Sterbehilfe eingesetzt werden.

Er hat ein seltsam seliges Lächeln in seinem fahlen Gesicht, während er tief schläft. In wachem Zustand hat er zuletzt unerträgliche Schmerzen durchlitten. Er ist alt, 92, und hat schwarzen Hautkrebs mit Metastasen. Die Ärzte der Klinik in Süddeutschland geben ihm nur noch ein paar Tage.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Susanne Donner, Die Welt)

Opioidwechsel lohnt sich

„Sprechen Patienten mit Tumorschmerzen auf ein oral verabreichtes Opioid nicht gut an, dann lohnt sich der Wechsel auf ein anderes: Bei der Hälfte bis zwei Drittel der Nonresponder lassen sich die Schmerzen dann ausreichend lindern.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Ärzte Zeitung)