Kopfschmerzen – neue Erkenntnisse & Therapien

„Kopfschmerzen sind das am meisten verbreitete Volksleiden: 90 Prozent der Deutschen kennen solche Beschwerden, und mehr als zwei Drittel leiden in Abständen immer wieder darunter. Doch es gibt heute effektive Hilfe. In speziellen Kliniken und Ambulanzen unterscheidet man längst zwischen mehr als 200 Arten von Kopfschmerzen. Und diese können gezielt behandelt werden.

Auf Kopfschmerzen spezialisierte medizinische Zentren gibt es heute in mehreren deutschen Städten. Die meisten gehören zu Unikliniken. Neben Migränekranken besuchen diese Einrichtungen vor allem Patienten, die bereits wirkungslose Therapien hinter sich haben: Neurologin Dr. Heike Israel von der Berliner Charité beschreibt die typische Klientel als solche, bei denen es bei der genauen Zuordnung der zugrunde liegenden Kopfschmerzerkrankung Schwierigkeiten gibt. Vor allem bei Erkrankungen, die seltener sind, wie etwa der Clusterkopfschmerz.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Peggy Fuhrmann/Ulrike Barwanietz/Ralf Kölbel, SWR2).

Wie Placebos Migräne stoppen können

„Medikamente gegen Migräne sind teuer und heftig – das weiß jeder, den der Kopfschmerz regelmäßig plagt. Doch tatsächlich sind die starken Medikamente gar nicht nötig. Wie eine aktuelle Studie aus Harvard zeigt, helfen Placebos genauso gut. Wir erklären warum.

Beim Begriff Placebo denken die meisten an ein Scheinmedikament, das bloß eingebildeten Kranken helfen kann. Kritiker unterstellen der Homöopathie ausschließlich einen solchen Placebo-Effekt und rücken damit neben der alternativen Behandlungsmethode auch den an sich sehr positiven Heilungseffekt in ein schlechtes Licht.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Tanja Walter, RP Online)

Mit diesen Methoden bekämpfen Forscher Migräne

„Migräneattacken beherrschen das Leben mancher Menschen vollkommen. Doch moderne Medikamente und Entspannungstechniken können die Schmerzen lindern. FOCUS Gesundheit erklärt, wie die neuen Therapien Betroffenen helfen.

Presslufthammer. Kopfgewitter. Eispickel. Es gibt viele Bilder, mit denen Migränepatienten ihre Schmerzattacken beschreiben. Irene Nixdorf vergleicht sie mit einer Dampfwalze, wenn das Drücken auf der Stirn langsam zu einem brutalen Pochen wird. Die Walze rollt alles nieder, bis sich der Schmerz pulsierend in die Schläfe bohrt. Dann weiß Irene Nixdorf, dass er für die nächsten drei Tage bleiben wird.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Stefan Schweiger, FOCUS Gesundheit)

Früher erkannt und besser behandelt

„Rheuma gehört zu den Krankheiten, die vor allem Berufstätige oft verschweigen, um nicht ausgegrenzt zu werden. Dabei lässt sich das Leiden heute mit Medikamenten meist gut behandeln – und mit einem aktiven Lebensstil.

Für die beruflich erfolgreiche Personalchefin ist ihre Krankheit kein Thema, jedenfalls nicht im Job. Seit 20 Jahren leidet sie unter entzündlichem Gelenkrheuma. In der Firma erzählt sie lieber nichts davon. Sie nehme Urlaub, wenn ein Eingriff an einem ihrer Gelenke erforderlich sei, berichtet sie dem Arzt, der sie in der Uniklinik betreut.

Ähnliche Geschichten hört Matthias Schneider, Rheumatologe an der Düsseldorfer Uniklinik, immer wieder. „Um nicht scheinbar unweigerlich in das Bild von Behinderung gesetzt zu werden, verbergen die meisten Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis ihre Krankheit am Arbeitsplatz“, berichtete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in einer Presseveranstaltung.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Adelheid Müller-Lissner, Der Tagesspiegel)

Strategien gegen Knie-Arthrose

„Verschleißt der Knorpel im Kniegelenk, kann das schmerzen. Mit Physiotherapie, Medikamenten und speziellen Therapieverfahren lässt sich die Arthrose bekämpfen.

Die Alarmglocken sollten spätestens schrillen, wenn Schmerzen das Knirschen und Krachen begleiten – nach Belastungen oder sogar in Ruhe – oder das Knie morgens eine Viertelstunde braucht, bevor es belastbar ist. Diese Zeichen weisen auf eine Arthrose hin. Der Knorpel schwächelt, er büßt allmählich jene besonderen Eigenschaften ein, die Ärzte zum Schwärmen und Material­forscher ins Grübeln bringen.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Dr. Ralph Müller-Gesser, Apotheken Umschau)

Urlaub – auch für den Schmerz

Strandkörbe in St. Peter-Ording Quelle: eigenes Bildmaterial
Strandkörbe in St. Peter-Ording
Quelle: eigenes Bildmaterial

Menschen mit chronischen Schmerzen tut ein Tapetenwechsel häufig gut, um Distanz zur Erkrankung zu gewinnen. Neue Eindrücke von Landschaften und Kultur verbessern nachweislich die Stimmung und das körperliche Wohlbefinden.

Allerdings trauen sich viele Betroffene erst gar nicht, die Koffer zu packen. Sie befürchten Reisestress als Auslöser einer neuen Schmerzattacke, mangelnde ärztliche Betreuung am Urlaubsort oder sogar Zollprobleme bei der Mitnahme von Medikamenten, z.B. bei stark wirksamen Opioiden, die der Betäubungsmittelverordnung unterliegen. Dafür muss meist ein besonderes Formular ausgestellt werden. Empfehlenswert ist auch die Mitnahme eines Opioid-Ausweises (gibt es etwa bei der Deutschen Schmerzliga e.V.).

Prinzipiell sind alle Schmerzpatienten reisefähig. Bei guter Planung zusammen mit dem Arzt ist eine gute Versorgung mit Analgetika selbst an fernen Urlaubsorten problemlos möglich.

Also, traut Euch! Lasst Euch den Seewind um die Nase wehen. Schaut Euch Land und Leute an.