Schmerz lass nach – leben mit dem Leiden

Moderator Michael Steinbrecher, Quelle: swr.de

Schmerz lass nach! Das wünscht sich jeder vierte Deutsche.

Es sticht im Rücken, es hämmert im Kopf, es pocht im Zahn – wer chronische Schmerzen hat, quält sich durchs Leben.
Etwa 15 Millionen Bürger leiden unter dauernden oder wiederkehrenden Schmerzen – und das in einer hochtechnisierten Welt, in der Milliarden für die Gesundheit und den medizinischen Fortschritt ausgegeben werden.

Schmerzmittel gehören mittlerweile für viele Menschen zu ihrem Alltag, ca. zwei Millionen Deutsche sind medikamentenabhängig. Die Deutschen bekommen mehr Schmerzmittel verschrieben als je zuvor – seit kurzem darf der Arzt auch Cannabis auf Rezept verordnen.

Wer bereits eine lange Behandlungs-Odyssee hinter sich hat, greift in seiner Verzweiflung nach dem letzten Strohhalm und kann dabei auch auf gefährliche selbsternannte Heiler stoßen, die in einem ausufernden Therapie-Dschungel mit windigen Heilmethoden locken.

Am Ende ist der Patient viel Geld, aber nicht den Schmerz los. Auch Selbstmedikation spielt eine immer größere Rolle – statt Fachärzten wird Dr. Google um Rat gefragt. Genau hier wittert die Pharmaindustrie neue Absatzmärkte jenseits der Rezeptpflicht.

Woher kommt der hemmungslose Griff zur Tablette? Was können Schmerzkliniken leisten, welche Rolle spielen Selbstheilungskräfte, brauchen wir für jedes Symptom gleich eine Pille?

Das ist das Thema im Nachtcafé am heutigen Freitag, um 22.00 Uhr, im SWR Fernsehen.

Gäste:

Monika Baumgartner – bei der Schauspielerin blieb 15 Jahre ein Tumor unentdeckt
Annette Bartnicki – ihre 10-jährige Tochter muss täglich starke Schmerzen aushalten
Stefan Ustorf – Verletzungen gehörten zum Alltag des Ex-Eishockey-Profis
Birgit Spengler – wurde arbeitsunfähig durch Clusterkopfschmerzen
Michael Mross – der TV-Börsenexperte verlor bei einem Unfall Bein und Arm
Prof. Dr. Sven Gottschling – Chefarzt und Schmerzmediziner

Ein Netz aus Schmerzen

Die aktuelle Ausgabe der Apotheken Umschau vom 1. Mai 2016 macht mit folgendem Titel auf: „Gefangen im Schmerz. So befreien Sie sich“. Hier ein Auszug:

Quelle: Apotheken Umschau
Quelle: Apotheken Umschau

Um mit den Beschwerden besser zu leben, ist Hilfe notwendig. Medikamente sind dabei längst nicht alles. Vieles können Patienten selbst beeinflussen.

Chronische Schmerzen sind wie ein Spinnennetz, in dem man sich immer stärker verfängt. Sie schotten einen ab und lähmen. Sie können einen aus dem Arbeitsmarkt aussperren und in Süchte verstricken. Doch die Situation ist nicht so ausweglos, wie es scheint.

Um das Netz einzureißen, muss man es verstehen. Wenn die Beschwerden mehr als drei Monate andauern, also chronisch sind, besteht das Geflecht längst nicht mehr nur aus Schmerz. Auch Stress, Angst, Isolation, Abhängigkeit, Bewegungslosigkeit verdichten das Netz wie klebrige Fäden.

Die Fachwelt spricht vom „biopsychosozialen Modell“. Das heißt, auch das eigene Umfeld und Verhalten bestimmen, wie stark sich der Schmerz anfühlt. Er ist keine feste Größe.

Schmerz-ABC für Kinder: Wenn die Kleinsten chronisch leiden

Quelle: SWR2
Quelle: SWR2

Am 12. August 2015 lief auf SWR2 die Sendung „Schmerz-ABC für Kinder: Wenn die Kleinsten chronisch leiden“.

Zwei Millionen Kinder und Jugendliche hierzulande leiden unter chronischen Schmerzen. Zum Teil sind sie so stark beeinträchtigt, dass auch ihr ganzer Alltag davon bestimmt wird.

Der Beitrag, der über diesen Link in der ARD-Mediathek zu finden ist, dauert 27:30 Minuten.

Update: Jennifer Aniston leidet an chronischen Schmerzen in „Cake“

Chronische Schmerzen können sich auch schnell auf die Psyche eines Menschen auswirken, denn dauerhaft anhaltende Schmerzen lassen keinen Menschen gut fühlen. Auch Jennifer Aniston geht es in „Cake“ nicht anders, doch der Hintergrund ist ein anderer.

Im Trailer zum Drama „Cake“ von Daniel Barnz zeigt die Schauspielerin eine für sie recht unübliche Seite von sich. Die an chronischen Schmerzen und psychischen Problemen leidende Claire, versucht ihre Sorgen mit Hilfe von Alkohol und Medikamenten verschwinden zu lassen. Schließlich distanzieren sich ihre Freunde und auch ihr Ehemann immer mehr von ihr und als sie auch noch aus der Selbsthilfegruppe geworfen wird, ist es an der Zeit, ihre Probleme zu bewältigen. So sucht sie den Ehemann einer an Selbstmord verstorbenen Frau, die ebenfalls ein Mitglied der Selbsthilfegruppe gewesen ist.

Das Drama „Cake“ läuft heute in den deutschen Kinos an.

Hier der deutschsprachige Trailer zum Film:

Endlich Hilfe gegen Schmerzen

In typischer Manier titelt die BILD am heutigen Donnerstag: „Chronische Schmerzen: Was wirklich hilft!“ und „Endlich Hilfe gegen Schmerzen“ – mit angeblich neuen Erkenntnissen aus der Forschung. Nun, so neu sind die Erkenntnisse – zumindest für viele langjährig Schmerzgeplagte – nicht. Aber: Als Schmerzpatient bin ich sehr dankbar, dass BILD diesem Thema solch ein Forum bietet.

Quelle: www.bild.de
Quelle: http://www.bild.de

In der heutigen Zeitung handelt sich um Auszüge aus neuen Heft „Besser Leben – Das Gesund-Magazin von BILD“. Man versucht herauszuarbeiten,

  • wie genau chronischer Schmerz entsteht und warum es wichtig ist, die Ursache innerhalb der ersten zwölf Wochen zu behandeln.
  • wo die Zukunft der Schmerztherapie liegt.
  • was wirklich gegen die häufigsten Schmerzarten hilft – ob Rücken, Kopf, Gelenken oder Nerven. Akut und langfristig, medikamentös und natürlich.

Dazu geben 90 der besten Schmerz-Ärzte in Praxen und Kliniken in ganz Deutschland eine Termin-Garantie – mit angeblich 750 Zusatz-Terminen innerhalb der kommenden drei Wochen. Ich bin gespannt!

Die fachliche Beratung liefern Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Leiter des Schmerzzentrums Göppingen und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, und Prof. Dr. Thomas Tölle, Leiter des ZIS am Münchener Klinikum rechts der Isar.

Jennifer Aniston leidet an chronischen Schmerzen in „Cake“

Chronische Schmerzen können sich auch schnell auf die Psyche eines Menschen auswirken, denn dauerhaft anhaltende Schmerzen lassen keinen Menschen gut fühlen. Auch Jennifer Aniston geht es in „Cake“ nicht anders, doch der Hintergrund ist ein anderer.

Jennifer Aniston ist vor allem für Komödie-Blockbuster wie „Wir sind die Millers“ oder „Kill The Boss“ bekannt. Nun aber habe sie sogar eine Chance auf eine Oscar-Nominierung, berichtet das Filmportal filmstarts.de.

Jennifer Aniston spielt die an chronischen Schmerzen leidende Claire

Im ersten Trailer zum Drama „Cake“ von Daniel Barnz zeigt die Schauspielerin eine für sie recht unübliche Seite von sich. Die an chronischen Schmerzen und psychischen Problemen leidende Claire, versucht ihre Sorgen mit Hilfe von Alkohol und Medikamenten verschwinden zu lassen. Schließlich distanzieren sich ihre Freunde und auch ihr Ehemann immer mehr von ihr und als sie auch noch aus der Selbsthilfegruppe geworfen wird, ist es an der Zeit, ihre Probleme zu bewältigen. So sucht sie den Ehemann einer an Selbstmord verstorbenen Frau, die ebenfalls ein Mitglied der Selbsthilfegruppe gewesen ist. Ob für Jennifer Anistons Performance in dem Film nun eine Oscar-Nominierung ins Haus steht, bleibt abzuwarten.

Das Drama „Cake“ läuft heute in den deutschen Kinos an.

Hier der deutschsprachige Trailer zum Film:

Leben ohne Schmerz

Stern 50/14
Quelle: Stern 50/14

Der Stern trägt in seiner aktuellen Ausgabe den Titel „Leben ohne Schmerz“, dargestellt durch die tägliche Arbeit des stellvertretenden Vorstandsmitglieds der Deutschen Schmerzliga und Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin Dr. Gerhard Müller-Schwefe.

Kernaussagen des Artikels:

  • Bis zu 22 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen
  • Mehr als 10 Jahre suchen Patienten durchschnittlich nach dem richtigen Spezialisten
  • 80.000 gesetzlich Versicherte kommen auf einen Therapeuten

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Bernhard Albrecht, Stern)