Früher erkannt und besser behandelt

„Rheuma gehört zu den Krankheiten, die vor allem Berufstätige oft verschweigen, um nicht ausgegrenzt zu werden. Dabei lässt sich das Leiden heute mit Medikamenten meist gut behandeln – und mit einem aktiven Lebensstil.

Für die beruflich erfolgreiche Personalchefin ist ihre Krankheit kein Thema, jedenfalls nicht im Job. Seit 20 Jahren leidet sie unter entzündlichem Gelenkrheuma. In der Firma erzählt sie lieber nichts davon. Sie nehme Urlaub, wenn ein Eingriff an einem ihrer Gelenke erforderlich sei, berichtet sie dem Arzt, der sie in der Uniklinik betreut.

Ähnliche Geschichten hört Matthias Schneider, Rheumatologe an der Düsseldorfer Uniklinik, immer wieder. „Um nicht scheinbar unweigerlich in das Bild von Behinderung gesetzt zu werden, verbergen die meisten Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis ihre Krankheit am Arbeitsplatz“, berichtete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in einer Presseveranstaltung.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Adelheid Müller-Lissner, Der Tagesspiegel)

Beratung zu beruflichen Problemen

Kostenlose Beratung zum Thema „Mit Rheuma arbeiten“ bietet die Deutsche Rheuma-Liga vom 28. August bis zum 4. September 2014 in einem Online-Forum.

Rede und Antwort stehen einer Mitteilung zufolge die Rechtsanwältin Meike Schoeler und erfahrene Patienten wie Marion Rink, Vizepräsidentin der Rheuma-Liga, oder Stefanie Heim, Landesjugendsprecherin Baden-Württemberg.

Mit Rheuma im Job – das gelingt dank moderner Medikamente immer besser: Laut aktuellen Studien können immer mehr chronisch Kranke mit Rheumatoider Arthritis länger im Beruf bleiben und werden seltener krankgeschrieben als noch vor 20 Jahren.

Studien zeigen, dass sich in den vergangenen 10 Jahren die Arbeitsunfähigkeitstage wegen entzündlich rheumatischer Krankheiten um 7 bis 27 Prozent reduziert haben. Ebenso sank die Zahl der rheumabedingten Erwerbsunfähigkeitsrenten.

„Unter unseren Mitgliedern sind viele junge Menschen, die als Lehrerinnen, Erzieherinnen, Journalistinnen oder Ärztinnen arbeiten. Traumberuf und Rheuma – das muss kein Luftschloss mehr sein“, so Professor Erika Gromnica-Ihle, internistische Rheumatologin und Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.

Es geht um Fragen wie: Sollte man dem Arbeitgeber die Krankheit offenbaren? Was hilft, arbeitsfähig zu bleiben? Bringt ein Schwerbehindertenausweis Vorteile? Worauf ist bei Kündigung achten?

Weitere Informationen unter www.rheuma-liga.de/forum