App-Tipp: Kaia – Rückenschmerzen zu Hause behandeln

Quelle: Google Play Store

“Ganzheitliche Therapie für die Hosentasche” – damit wirbt das Unternehmen Kaia für seine App. Das Ziel von Kaia ist es, dass möglichst viele Menschen mit ihren chronischen Erkrankungen besser zurechtkommen und ihr Gesundheitszustand sich verbessert – und zwar nur mit einem Tablet oder einem Smartphone.

Worum geht’s?

Rückenschmerzen und ähnliche Leiden an Skelett und Muskeln sind laut einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit weiterhin der häufigste Grund für Fehlzeiten von Arbeitnehmern. Die multi­modale Schmerz­the­rapie ist der medizi­nische Goldstandard für chronische Muskel-Skelet­ter­kran­kungen wie Rücken­schmerzen. Die Entwickler von Kaia haben diese wirksame Therapie digita­li­siert, um sie jedermann überall zugänglich zu machen.

Drei Säulen gegen Rückenschmerzen

Wissen, Atmung, Bewegung: Auf diesen drei Säulen beruht die Kaia-App.

An jedem Trainingstag bekommt der Nutzer im Bereich “Wissen” nützliche Informationen – zum Beispiel über den Aufbau der Wirbelsäule. Dieser Theorie-Teil findet in einem Chat statt und wird individuell auf den Wissensstand des Users angepasst.

Im Teil “Atmung” lernt der Nutzer einfache Entspannungsübungen, die dabei helfen Alltagsstress abzubauen. Auch das trägt dazu bei, die Rückenschmerzen zu reduzieren.

Im praktischen Teil „Bewegung“ erstellt Kaia für den Nutzer individuelle Trainingseinheiten. Jede Einheit besteht aus zwei bis drei Sätzen, jeder Satz umfasst vier bis fünf Übungen. Übungsvideos zeigen die richtige Ausführung und geben die Wiederholungen vor. Man benötigt meist nicht mehr als eine Matte oder einen Stuhl.

Wer hat die App entwickelt?

Kaia wurde geboren, als die Gründer Konstantin Mehl und Manuel Thurner zusammenkamen, um einen effektiveren Weg zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen zu finden. Kaia basiert laut eigener Angaben auf aktuellen Erkenntnissen der Schmerzforschung.

Was kostet die App?

Wer das Rückentraining ausprobieren möchte, kann die App sieben Tage kostenlos nutzen. Danach kostet das Abo für drei Monate 34,99 Euro, für sechs Monate 59,99 Euro und 95,99 Euro für ein Jahr.

Doch Vorsicht: Das Abo verlängert sich automatisch. Wer kündigen möchte, muss das bis 24 Stunden vor Ablauf der Mitgliedschaft tun, verrät das Kleingedruckte. Die Funktion der automatischen Verlängerung kann man über die Kontoeinstellungen deaktivieren.

Zahlen die Krankenkassen?

Manche Krankenkassen, wie z.B. die BARMER, übernehmen die Kosten für die Gesundheits-App für ein Jahr. Danach müssen die Versicherten selbst zahlen. Ist die Kostenfrage mit der Krankenkasse geklärt, sollte man die App über die Homepage der Krankenkasse herunterladen. So jedenfalls bei der BARMER. Ansonsten gibt es Probleme beim Freischalten der Pro-Version.

Sind meine Daten sicher?

Nach meinem Dafürhalten bietet Kaia eine gut verständliche und ausführliche Datenschutzerklärung auf der Website an. Hier legt das Unternehmen offen, welche Daten bei der Nutzung der App gesammelt werden und zu welchem Zweck. Alle Daten werden direkt über die Nutzung der App erhoben. Über die Einstellungen im Browser kann der User der Speicherung von Cookies widersprechen. Das kann allerdings dazu führen, dass nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen.

Mein Fazit

Die Kombination aus Wissen, Atmung und Training ist meiner Meinung nach ein geeignetes Mittel, um Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Mir hilft der Wissensteil, um zu verstehen, wie Schmerz entsteht und verarbeitet wird. Der Atmungsteil hilft mir Stress abzubauen und entspannter durch den Tag zu kommen. Die Videos zu den Bewegungsübungen unterstützen das eigene Bewegungsverhalten. Übungen sind somit leichter durchzuführen als bei vielen Übungsbüchern mit reinen textbasierten Erklärungen. Insgesamt ein gutes Tool, um gegen Rückenschmerzen aktiv zu werden.

Wo gibt es die App?

Kaia ist bei Google Play und im App Store erhältlich.

App soll bei Opioidtherapie unterstützen

Quelle: Grünenthal
Quelle: Grünenthal

Eine neue mobile Anwendung soll Ärzte in der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten unterstützen. Die Opioid-Rechner-App ermöglicht die mathematisch richtige Umrechnung oraler und transdermaler Applikationsformen von retardierten Opioiden, teilt die Grünenthal GmbH mit – von der die App stammt. Das Kalkulieren von Äquivalenzdosen mittels App soll Ärzten als Orientierungshilfe für eine individuelle Therapie dienen. Die Umrechnungsfaktoren, mit denen die Anwendung arbeitet, beruhen Grünenthal zufolge „auf herstellerunabhängiger Literatur“. Weitere Informationen zur App für Android- und iOS-Geräte unter www.opioid-rechner.de.

Neue Online-Plattform will Therapie verbessern

Mit Hilfe einer neuen App sollen Migräne-Patienten und ihre Ärzte künftig besser zusammenarbeiten. Ein Startup aus Singapur hat hierzu eine Online-Plattform entwickelt, die wie eine Art Symptom-Tagebuch genutzt wird. Im Notfall sollen auch Daten gespeichert werden, wenn der Patient dies im Zuge einer Attacke vergisst.

Der so genannte Migraine Buddy besteht aus einer App, die Betroffene auf ihrem Mobiltelefon installieren und für die Aufzeichnungen ihrer Symptome verwenden können. Daneben gibt es eine damit synchronisierte Cloud-Datenbank, auf deren Daten die Mediziner bei ihrer Untersuchung zurückgreifen können. Insgesamt soll so ein ganzheitliches Bild entstehen, das hilft, potentielle Auslöser der Migräne besser zu identifizieren und wirksam zu bekämpfen.

Eines der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zu anderen Migräne-Trackern besteht jedoch darin, dass es auch Bewegungs- und Schlaf-Daten über die Smartphone-Sensoren speichert. Auf diese Weise sind einige Daten auch dann verfügbar, wenn die Patienten vergessen, Daten einzugeben. Derzeit ist die App zwar nur für Android verfügbar, weitere Versionen seien jedoch in Arbeit. Erscheinen sollen sie bereits Ende dieses Jahres.

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Google Play: Migraine Buddy