Mund- und Gesichtsschmerz bei Kopfschmerzerkrankungen

Nicht selten klagen Patienten mit einem Migräneanfall darüber, dass Schmerzen aus dem Nacken aufsteigen, sich über den Kopf ausbreiten und dann auch das Gesicht, insbesondere im Bereich der Stirn und der Augen erfassen. Migräneschmerzen sind meistens von pulsierend-stechendem Schmerzcharakter, intensiv ausgeprägt und von den Begleiterscheinungen wie Übelkeit, manchmal auch Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie dem Bedürfnis sich zurückzuziehen und auszuruhen begleitet. Strahlen diese Schmerzen in das Gesicht aus, stellen sich viele Patienten irrtümlich zur weiteren Diagnostik bei einem Hals-Nasen-Ohren- oder Augenarzt vor. Zur Diagnose einer Migräne ist eine körperliche, klinisch neurologische Untersuchung sinnvoll, die vor allem Ziel dient andere Erkrankungen nicht zu übersehen. Nur wenn Anhaltspunkte für andere Erkrankungen vorliegen, sind bildgebende Diagnostik (Computertomographie oder Kernspintomographie des Schädels) oder weitere Untersuchungen notwendig.

Für Patienten mit Migräneerkrankung kann auch eine routinemäßige zahnärztliche Behandlung durch grelles Licht und laute Geräusche zur Qual werden. In diesem Fall kann eine Augenmaske helfen; in einigen Fällen kann auch zum Absaugen von Flüssigkeiten in der Mundhöhle ein kleiner Absauger verwendet werden, der weniger Lärm erzeugt. Manchen Patienten kann mitgebrachte Musik helfen, die über Kopfhörer gehört wird.

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

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