Überlebensstrategien | Schmerz

Aktuelle Ergebnisse der Schmerzforschung in der Reihe „Überlebensstrategien“

Wozu ist Schmerz gut und wie wird man diesen „Tyrannen“ wieder los? Zu der Frage, ob chronische Schmerzen operativ behandelt werden können, sowie chronischen Schmerzen bei Menschen mit Querschnittslähmung sprechen Privatdozentin Dr. Rezvan Ahmadi und Prof. Dr. Norbert Weidner vom Universitätsklinikum Heidelberg. Eine Einführung in das Thema Schmerzforschung gibt Prof. Dr. Rohini Kuner, Wissenschaftlerin an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Ruperto Carola.

Gemeinsam gestalten die drei Referenten die nächste Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“, die in diesem Wintersemester fortgesetzt wird. Getragen wird die Reihe von den Sonderforschungsbereichen der Universität Heidelberg, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden; sie ist ein gemeinsames Projekt mit der Rhein-Neckar-Zeitung.

Die Veranstaltung „Schmerz“ findet am 12. Dezember 2019 im Karlstorbahnhof statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Überlebensstrategien Runde 7

Wie überleben Lebewesen – vom Einzeller über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen – unter widrigen Umständen und schwierigen Bedingungen? Mit der Reihe „Überlebensstrategien“ suchen die lebenswissenschaftlichen Forscher der Universität Heidelberg das Gespräch mit der breiten Öffentlichkeit und haben dazu ein besonderes Format gewählt: Im Karlstorbahnhof in entspannter Lounge-Atmosphäre führen sie in ausgewählte Fragestellungen, Methoden und langfristige Ziele der molekularen Lebenswissenschaften ein. Redakteure der RNZ-Stadtredaktion gestalten die Gesprächsführung. Ihre Fragen und Perspektiven bilden die Brücke zum Publikum, das in den Dialog einbezogen wird. Die weiteren Veranstaltungen der Reihe mit musikalischer Begleitung durch Mitglieder des Collegium Musicum finden bis zum Juli 2020 statt.

Prof. Kuner ist Geschäftsführende Direktorin des Pharmakologischen Instituts, das an der Medizinischen Fakultät Heidelberg angesiedelt ist, und Sprecherin des Sonderforschungsbereichs „Von der Nozizeption zum chronischen Schmerz: Struktur-Funktions-Merkmale neuraler Bahnen und deren Reorganisation“. Am SFB 1158 untersuchen die beteiligten Wissenschaftler, wie aus akut-physiologischen Schmerzen chronisch-pathologische Schmerzen werden und wie sich dieser Übergang möglicherweise verhindern oder gar umkehren lässt. Prof. Kuner wird in die Thematik des Sonderforschungsbereichs einführen. Zu den zentralen Fragen der Veranstaltung referieren Prof. Weidner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Paraplegiologie – Querschnittzentrum, und Dr. Ahmadi, die die Sektion Operative Schmerztherapie und periphere Nerven an der Neurochirurgischen Klinik leitet. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Micha Hörnle von der RNZ-Stadtredaktion.

SFBs sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während Sonderforschungsbereiche in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines SFB gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. An der Universität Heidelberg sind aktuell 14 Sonderforschungsbereiche und SFB/Transregios mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen angesiedelt.

„plan b“ im ZDF über Therapien gegen chronische Schmerzen

Paul Murphy, Facharzt für Schmerzmedizin, im Gespräch mit Schmerzpatientin Cathy Clarke. Quelle: obs/ZDF/Christian Efkemann

Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Viele Schmerzpatienten warten etliche Jahre auf eine Diagnose und eine angemessene Behandlung. Wie kann ihnen besser geholfen werden? „plan b“ zeigt am Samstag, 12. Oktober 2019, 17.35 Uhr im ZDF, neue Therapien und Ansätze, die Hoffnung wecken. Die Doku „Schmerz-los – Wie neue Therapien Linderung bringen“ ist ab Freitag, 11. Oktober 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek abrufbar.

In Irland gibt es seit 2014 eine spezielle Ausbildung zum Facharzt für Schmerzmedizin, was für Patientin Cathy Clarke aus Kilhugh von Vorteil ist. Sie leidet am sogenannten komplexen regionalen Schmerzsyndrom, ausgelöst durch eine Routine-Operation am Karpaltunnel. Ihren Beruf musste die ehemalige Anwältin aufgeben. Da verschiedene Therapien bisher nichts geholfen haben, soll nun eine Rückenmarkstimulation dafür sorgen, dass die Schmerzreize nicht mehr weitergeleitet werden. Dafür muss ein Neurostimulator am Rückenmark implantiert werden – ein riskanter Eingriff. Cathy Clarke setzt alle Hoffnung in ihren Arzt Paul Murphy vom St. Vincent’s Hospital in Dublin. Murphy kann sich seit der Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin mehr Zeit für seine Patienten nehmen und profitiert davon, dass mehr Geld in die Forschung gesteckt wird.

„plan b“ zeigt am Beispiel Irlands, welche Vorteile die strukturelle Änderung im Facharztbereich bringt – und was Deutschland daraus lernen kann. Auch neue Therapien werden vorgestellt: Christoph Stein von der Charité in Berlin forscht an einer neuen Generation von Schmerzmedikamenten, die genauso gut wirken wie Opiate, jedoch keine Nebenwirkungen haben. Und an der Schmerzklinik in Kiel hilft der Arzt Hartmut Göbel Patienten mit chronischer Migräne – mit einer neuartigen Migräne-Impfung.

Weiterlesen

Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 4. Juni 2019

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

Zum achten Mal veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. gemeinsam mit Partnerorganisationen den bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Am 4. Juni 2019 informieren Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte an etwa 300 Standorten im ganzen Bundesgebiet über das Thema Schmerz. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. hat zudem eine umfangreiche Link-Liste mit hilfreichen Tipps und Materialien für Patientinnen und Patienten zusammengestellt.

Am 4. Juni 2019 können Patientinnen und Patienten zudem von 9.00 bis 18.00 Uhr die kostenfreie Telefon-Hotline (0800 18 18 120) anrufen und sich von Schmerz-Expertinnen und – Experten beraten beraten lassen.

Mit einer Pressekonferenz am 4. Juni 2019 wird der Aktionstag in Berlin begleitet.

Vorläufiges Programm:

Neue Konzepte zur Verhinderung chronischer Schmerzen: Das bundesweite Versorgungsforschungsprojekt PAIN2020
Professor Dr. med. Claudia Sommer
Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., Leitende Oberärztin und Schmerzforscherin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg

Wenn Schmerz-Patienten aus der Klinik kommen: Defizite beim Entlass-Management
Johanna Knüppel
Pressereferentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) e.V.

Zwischen Multimorbidität und Polypharmazie: Schmerzmittelgabe im Alter braucht umfassende Beratung
Berend Groeneveld
Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) e.V., Patientenbeauftragter des DAV

Moderation: Thomas Isenberg, Geschäftsführer Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

7. Aktionstag gegen den Schmerz

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

Jährlich, immer am ersten Dienstag im Juni, findet der „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt.

Erneut können sich Schmerzpatienten und ihre Angehörigen gezielt über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.

  • Schmerztherapeutische Einrichtungen in ganz Deutschland geben Ihnen Einblicke in die verschiedenen Methoden der Schmerzbehandlung.
  • Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. stellt Informationsmaterialien, u.a. für Patientinnen und Patienten aktuellen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten vor.
  • Hotline für Schmerzpatienten: Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 18 18 120 stehen am 5. Juni 2018 erneut zwischen 9:00 und 18:00 Uhr mehrere Dutzend renommierte Schmerzexperten aus ganz Deutschland für Fragen zur Verfügung.

Also: Machen Sie mit am 5. Juni 2018, dem siebenten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“!

Teilnehmerliste des 7. Aktionstags 2018

Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2018 in Frankfurt „Schmerzmedizin 4.0 – Digitalisierung – Vernetzung – Kommunikation“

Quelle: schmerz-und-palliativtag.de

Die Digitalisierung sowie das Auswerten persönlicher Daten sind heute in allen Lebensbereichen angekommen. Auch der Gesundheitssektor setzt verstärkt auf moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Die damit verbundenen Möglichkeiten und Herausforderungen für den Praxisalltag werden das zentrale Thema beim 29. Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt sein.

Unter dem Motto „Schmerzmedizin 4.0 – Digitalisierung / Vernetzung / Kommunikation“ können sich vom 08. bis 10. März 2018 (inkl. Pre-Congress am 07. März) Ärzte, Psychotherapeuten, Psychologen, Apotheker und andere medizinische Berufsgruppen aus ganz Deutschland über die Zukunft der Schmerzmedizin austauschen und fortbilden. Eröffnet wird der Kongress mit der politischen Vordenkerin und Wissenschaftlerin Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. mit ihrem Exzellenzvortrag zum Thema „Geht der Mensch wirklich vor?“. Es folgen zahlreiche Veranstaltungen zu neuen Therapieoptionen wie monoklonale Antikörper oder Cannabis, aktuellen Forschungsansätzen sowie alle Facetten der Schmerzprävention, -Ätiologie und -Therapie und der Psychodynamik.

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) vernetzt als führende Versorgergesellschaft mit dem digitalen „DGS-PraxisRegister Schmerz“ bisher als einzige Fachgesellschaft anonymisiert über 180.000 Patientendaten und fachliche Expertise, um für Schmerzpatienten die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Seit Herbst 2014 stellt die größte Gesellschaft für praktisch tätige Schmerztherapeuten in Europa mit dem Online-Tool iDocLive® allen schmerzmedizinisch interessierten Ärzten eine elektronische Direktbearbeitung validierter und anonymisierter Selbstauskunftsinstrumente durch Betroffene zur Verfügung. Über das sogenannte „PraxisRegister Schmerz“ werden u.a. Angaben zur Häufigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit bzw. Verträglichkeit unterschiedlichster nicht-medikamentöser und medikamentöser Behandlungsverfahren der täglichen Praxis gesammelt und ausgewertet.

Mithilfe des gemeinsam von der DGS und der Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL) entwickelten Online-Tools „mein-Schmerz.de“ können seit Mitte 2016 Betroffene ihren Schmerz erfassen und Erfahrungen mitteilen. Die im „Jahr des Tumorschmerz 2017“ durchgeführte „PraxisUmfrage Tumorschmerz“ bildet zudem erstmalig mit aktuellen Daten die Schmerzversorgung bei Krebspatienten ab.

Update – Schmerz-Prävention, -Ätiologie und -Therapie

Das Programm des 29. Schmerz- und Palliativtages bildet die vielfältigen Facetten der Schmerz-Prävention, -Ätiologie und -Therapie ab: Was tun bei bio-psycho-sozialem Schmerz? Welchen Stellenwert können monoklonale Antikörper in der Migräneprophylaxe einnehmen? Gibt es neue Erkenntnisse in der pharmakologischen Prävention der Schmerzchronifizierung? Inwieweit erweitert Cannabis die Therapieoptionen für Schmerzpatienten und welche Fallstricke sind damit im Praxisalltag verbunden? Wann und wie kommen gemäß der aktuellen Leitlinien Opioide zum Einsatz? Auch der aktuelle Stand in der Methadon-Forschung bei Tumorerkrankungen wird als ein kontrovers diskutierter Therapie- und Forschungsansatz auf dem Programm stehen.

Neu: Tag des Fachpersonals

Beim „Tag des Fachpersonals“ bietet die DGS zudem erstmalig im Rahmen des Schmerz- und Palliativtages Vorträge für medizinische Fachkräfte an, bei denen das Tagesgeschehen in der Praxis im Mittelpunkt steht. Hier werden qualifizierte Referenten ihre Erfahrungen aus dem Praxisalltag (z.B. „Änderungen beim Datenschutz“, „Wissenswertes rund um WHO-3-Opioide und Cannabis“) sowie Vertreter der Polizei zum Thema „Gewalt in der Praxis“ einbringen.

Das wissenschaftliche Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter www.schmerz-und-palliativtag.de.

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Quelle: schmerz-und-palliativtag.de

Programm-Highlights, die man nicht verpassen sollte:

  • Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.: „Geht der Mensch wirklich vor?“
  • PD Dr. med. habil. Volker Busch, Leiter der wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Stress und Schmerz an der Universität Regensburg: „Bio-psycho-sozialer Schmerz: Seele und Körper unter Stress“
  • Verleihung des Deutschen Schmerzpreises – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie

Deutscher Schmerz- und Palliativtag – aus der Forschung in die Praxis

Vom 08. bis 10.03.2018 (inkl. Pre-Congress am 07.03.) sind Ärzte, Psychotherapeuten, Psychologen, Apotheker, Physiotherapeuten und andere medizinische Berufsgruppen zum Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt eingeladen. Mit seiner praxisrelevanten Ausrichtung gibt der Deutsche Schmerz- und Palliativtag all-tagstaugliches schmerzmedizinisches Wissen und Fähigkeiten an die Hand – direkt aus der Forschung in die tägliche Arbeit.

Pressekontakt:

Geschäftsstelle
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
Lennéstraße 9 · 10785 Berlin
Tel. 030 – 85 62 188 – 0 · Fax 030 – 221 85 – 342
info@dgschmerzmedizin.de
www.dgschmerzmedizin.de

Pressekontakt
Selinka/Schmitz Public Relations GmbH
Nicole Zeuner
Weinsbergstr. 118a · 50823 Köln
Tel. 0221-94999 – 80 · Fax 0221-94 999 – 79
nicole.zeuner@selinka-schmitz-pr.de

Schmerz lass nach – leben mit dem Leiden

Moderator Michael Steinbrecher, Quelle: swr.de

Schmerz lass nach! Das wünscht sich jeder vierte Deutsche.

Es sticht im Rücken, es hämmert im Kopf, es pocht im Zahn – wer chronische Schmerzen hat, quält sich durchs Leben.
Etwa 15 Millionen Bürger leiden unter dauernden oder wiederkehrenden Schmerzen – und das in einer hochtechnisierten Welt, in der Milliarden für die Gesundheit und den medizinischen Fortschritt ausgegeben werden.

Schmerzmittel gehören mittlerweile für viele Menschen zu ihrem Alltag, ca. zwei Millionen Deutsche sind medikamentenabhängig. Die Deutschen bekommen mehr Schmerzmittel verschrieben als je zuvor – seit kurzem darf der Arzt auch Cannabis auf Rezept verordnen.

Wer bereits eine lange Behandlungs-Odyssee hinter sich hat, greift in seiner Verzweiflung nach dem letzten Strohhalm und kann dabei auch auf gefährliche selbsternannte Heiler stoßen, die in einem ausufernden Therapie-Dschungel mit windigen Heilmethoden locken.

Am Ende ist der Patient viel Geld, aber nicht den Schmerz los. Auch Selbstmedikation spielt eine immer größere Rolle – statt Fachärzten wird Dr. Google um Rat gefragt. Genau hier wittert die Pharmaindustrie neue Absatzmärkte jenseits der Rezeptpflicht.

Woher kommt der hemmungslose Griff zur Tablette? Was können Schmerzkliniken leisten, welche Rolle spielen Selbstheilungskräfte, brauchen wir für jedes Symptom gleich eine Pille?

Das ist das Thema im Nachtcafé am heutigen Freitag, um 22.00 Uhr, im SWR Fernsehen.

Gäste:

Monika Baumgartner – bei der Schauspielerin blieb 15 Jahre ein Tumor unentdeckt
Annette Bartnicki – ihre 10-jährige Tochter muss täglich starke Schmerzen aushalten
Stefan Ustorf – Verletzungen gehörten zum Alltag des Ex-Eishockey-Profis
Birgit Spengler – wurde arbeitsunfähig durch Clusterkopfschmerzen
Michael Mross – der TV-Börsenexperte verlor bei einem Unfall Bein und Arm
Prof. Dr. Sven Gottschling – Chefarzt und Schmerzmediziner

6. Aktionstag gegen den Schmerz

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

Jährlich, immer am ersten Dienstag im Juni, findet der „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt.

Erneut können sich Schmerzpatienten und ihre Angehörigen gezielt über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.

  • Schmerztherapeutische Einrichtungen in ganz Deutschland geben Ihnen Einblicke in die verschiedenen Methoden der Schmerzbehandlung.
  • Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. stellt Informationsmaterialien, u.a. für Patientinnen und Patienten aktuellen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten vor.
  • Hotline für Schmerzpatienten: Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 18 18 120 stehen am 6. Juni 2017 erneut zwischen 9:00 und 18:00 Uhr mehrere Dutzend renommierte Schmerzexperten aus ganz Deutschland für Fragen zur Verfügung.

Etwa 23 Millionen Deutsche (28%) berichten über chronische Schmerzen, 95% davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Millionen Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Millionen Deutschen.

Oftmals dauert es 3-6 Jahre, bevor chronische Schmerzpatienten einen geeignete Behandlung finden.

Großes Problem auch: Neben der Therapie von chronischen Krankheiten (s.o.) gibt es massive Probleme der Schmerzbehandlung im Krankenhaus, bspw. im Umfeld von Operationen. Der offizielle HTA-Bericht der Bundesregierung zeigt: In fast der Hälfte der Fälle haben Patienten im Krankenhaus vermeidbare Schmerzen, der Akutschmerzdienst muss verbessert werden.

Auch die Gesundheitsministerkonferenz der Länder empfiehlt den Bund bzw. den G-BA hier zu Fortschritten zu kommen.

Schmerz muss Top-Thema der Gesundheit-, Versorgungsforschung- und Wissenschaftspolitik werden!

Also: Macht mit am sechsten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“!

Plakat Aktionstag 2017
Teilnehmerliste Aktionstag 2017
Aktivitäten der SchmerzLOS-Selbsthilfegruppen