Schmerzmittel: Top 3-Marken mit 67 Prozent Werbeanteil

Quelle: Werbemarktanalyse 2018 / research tools

Das Werbevolumen für Schmerzmittel verharrt mit rund 74 Millionen Euro auf unverändert hohem Niveau. Im Durchschnitt werben monatlich 15 Marken.

Die werbungtreibenden Hersteller von Schmerzmitteln haben im aktuellen Zwölf-MonatsZeitraum rund 74 Millionen Euro für mediale Kommunikation ausgegeben. Die Veränderung zum Vorjahr liegt bei unter einem Prozent. Trotz einer Zunahme der Werbeausgaben von 67 auf 74 Millionen innerhalb von fünf Jahren ist die Anzahl werbender Analgetikamarken seit fünf Jahren relativ konstant. Sie bewegt sich monatlich zwischen zehn und 21 Marken. Das langjährige Top-Werbemedium ist TV mit einem Anteil von 74 Prozent. Printmedien wie Fachzeitschriften, Publikumszeitschriften und Tageszeitungen halten Anteile von 23 Prozent. Auf Radiowerbung entfallen vier Prozent, Internet-Bannerwerbung ist nur schwach ausgeprägt.

Die drei Marken Dolormin, Ibu-Lysin ratiopharm und Thomapyrin stellen bereits zum zweiten Mal in Folge die Topwerber. Gemeinsam repräsentieren sie 67 Prozent des Gesamtwerbevolumens im Schmerzmittel-Werbemarkt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie ihren Anteil an der medialen Präsenz um 17 Prozentpunkte ausgeweitet. Neu in den Top 10 der werbestarken Marken ist das homöopathische Präparat Restaxil. Insgesamt werben neun Analgetikamarken mit einem Volumen von über einer Million, vier davon haben ihre Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahr aufgestockt.

Über die Studie:

Die „Werbemarktanalyse Analgetika 2018“ von research tools untersucht die Werbeausgaben von Schmerzmittelmarken in Deutschland. Sie gibt auf 147 Seiten Einblick in Trends, Benchmarks und Strategien in acht Teilmärkten. Neben der Entwicklung von Werbespendings für 50 Werber werden Fünf-Jahres-Trends erstellt. Eine Analyse der Kommunikationsstrategien zehn wichtiger Werbungtreibender untersucht quantitative und qualitative Parameter und zeigt bedeutende Werbemotive.

Weitere Informationen zur Studie:

https://research-tools.net/werbemarktanalyse-analgetika-2018/

Die Studienherausgeber:

Die Marktforschungsberatungsgesellschaft research tools mit Sitz in Esslingen am Neckar bei Stuttgart bietet umsetzungsstarke, marketingorientierte Marktforschung. Ein Fokus liegt auf der Analyse unternehmerischer Marketingmaßnahmen. Weitere Informationen: http://www.research-tools.net

Werbespendingdaten und Werbemotive der Studie beziehen sich auf den deutschen Markt und entstammen der Werbedatenbank des unabhängigen Medienbeobachters AdVision digital, Hamburg, http://www.advision-digital.de

Pressekontakt:

Uwe Matzner
research tools
Kesselwasen 10
73728 Esslingen am Neckar
Tel. +49 (0)711 – 55090381
Fax +49 (0)711 – 55090384
uwe.matzner@research-tools.net

Schmerztolerante haben weniger Mitgefühl

Selbstempfundener Schmerz beeinflusst die Empathie für das Leiden anderer

Weniger Schmerz, weniger Mitgefühl: Unsere Fähigkeit, den Schmerz anderer Menschen nachzuempfinden, hängt von unserer eigenen Schmerzempfindlichkeit ab. Sind wir selbst eher schmerztolerant oder haben wir ein Schmerzmittel genommen, dann schätzen wir auch das Leiden anderer als nicht so schlimm ein, wie ein Experiment belegt. Der Grund für diese Verbindung: Empathie und Schmerzwahrnehmung aktivieren ähnliche Hirnareale und reagieren beide offenbar auf Opioide.
Quelle: ErikaWittlieb, pixabay.com

Nicht jeder empfindet Schmerzen gleich intensiv: Schon länger weiß man beispielsweise, dass Frauen sensibler auf Schmerzen reagieren als Männer. Aber auch die Verknüpfungen im Gehirn spielen für die Schmerzempfindlichkeit eine Rolle. Zudem kann schon ein langes Ausschlafen oder eine effektive Ablenkung dabei helfen, die Schmerztoleranz zu erhöhen, wie Forscher herausfanden.

Wie aber sieht es mit dem Mitfühlen des Schmerzes anderer aus? Gibt es möglicherweise einen Zusammenhang zum eigenen Empfinden – nach dem Motto: Wenn ich nicht viel spüre, hab ich auch weniger Mitleid mit anderen? Man weiß bereits, dass Empathie und eigenes Erleben im Gehirn sehr eng miteinander verknüpft sind – beide aktivieren teilweise die gleichen Hirnareale. Claus Lamm von der Universität Wien und seine Kollegen haben daher überprüft, wie eng Schmerzempfinden und Empathie für andere tatsächlich zusammenhängen.

Wie stark leidet der andere?

Für ihr Experiment zeichneten die Forscher die Hirnaktivität von 102 Probanden auf, während diese durch elektrische Reizung ihrer Haut leichte Schmerzen zugefügt bekamen. Gleichzeitig sahen diese auf dem Monitor ein bestimmtes Symbol das den Schmerz ankündigte. Alle Teilnehmer wurden zudem danach gefragt, wie stark sie diese Schmerzen subjektiv empfanden und in einem psychologischen Test auf ihre Empathie getestet.

Spannend wurde dann im zweiten Versuchsteil: In diesem erhielten zunächst wieder alle Teilnehmer den Schmerzreiz. Dann jedoch sahen sie das schmerzverzerrte oder neutrale Gesicht eines anderen Menschen, dem gerade vermeintlich Schmerzen zugefügt wurden. Die Probanden sollte einschätzen, wie stark der andere den Schmerz empfindet. Der Clou dabei: Ein Teil der Probanden hatte vor diesem Versuch ein Schmerzmittel erhalten, der Rest nur ein Placebo.

Schmerzmittel hemmt Empathie

Wie sich zeigte, linderte das Schmerzmittel nicht nur die von den Teilnehmern selbst empfundenen Schmerzen. Es veränderte auch ihre Empathie: Unter der Wirkung des Medikaments schätzten die Probanden auch das Leiden der anderen als weniger schlimm ein. Dieser Trend zu weniger Empathie zeigte sich auch in ihrem Gehirn: Die beiden Areale in der Hirnrinde, die sowohl für Schmerz als auch für mitgefühlten Schmerzen zuständig sind, reagierten bei den Schmerzmittel-Probanden schwächer.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Empathie sehr stark und unmittelbar in unseren eigenen Erfahrungen – bis hin zu deren körperlichen und neuronalen Grundlagen – begründet sein kann“, sagt Lamm. „Das ist mit ein Grund, warum uns die Gefühle anderer Personen so ’nahe gehen‘ können – weil wir sie eben nicht nur sinnbildlich so ’nachempfinden‘, als ob wir sie gerade selbst erleben.“ Andererseits erkläre dieser Effekt auch, warum Empathie teilweise in eine falsche Richtung gehen kann – weil wir die anderen Personen eben primär aus unserem eigenen Blickwinkel heraus beurteilen.

Körpereigene Opioide beteiligt

Der Versuch gab auch erste Hinweise darauf, über welchen Mechanismus Schmerzempfinden und Empathie verknüpft sind: Bei beiden spielen neuronale Schaltkreise eine wichtige Rolle, die auf körpereigene Opioide reagieren. „Diese Bereiche im Gehirn stellen zentrale Bestandteile des körpereigenen Opiatsystems dar, also jenes Systems, das an der Dämpfung von selbst empfundenem Schmerz beteiligt ist“, erklärt Lamm.

Was passiert, wenn man dieses System manipuliert, testeten die Forscher in einem weiteren Versuchsdurchgang. Bei diesem verabreichten sie den Probanden erneut ein Schmerzmittel, gaben aber der Hälfte kurz darauf ein Mittel, das die Opiat-Rezeptoren im Gehirn blockiert. Das macht das Schmerzmittel unwirksam und normalisiert sozusagen ihre Schmerzreaktion.

Opiatblocker normalisiert Empathie

Wie sich zeigte, normalisierte sich mit der Schmerzreaktion und der Blockade des Schmerzmittel-Opiats auch die Empathie der Teilnehmer: Sie fühlten nun wieder genauso intensiv mit den vermeintlich Schmerzgeplagten mit wie ohne Schmerzmittel. „Das macht eine mögliche Beteiligung des Opiatsystems an der ‚Placeboempathie‘ wahrscheinlicher und stellt für uns einen bedeutenden Schritt zu einem mechanistischeren Verständnis von Empathie dar“, sagt Lamm.

Wie genau die Opioide unsere Empathie beeinflussen, ist allerdings noch unklar. „Wir stellen uns nun die Frage, inwieweit die beobachteten Effekte im Opiatsystem direkt auf empathische Prozesse wirken, oder lediglich über den Umweg der Manipulation des eigenen Erlebens entstehen“, erklärt Lamm. Das Team arbeitet derzeit an einer weiteren Studie, die direkte Effekte einer Opiatverabreichung auf Empathie untersucht. (Proceedings of the National Academy of Sciences, 2015; doi: 10.1073/pnas.1511269112)

 (Universität Wien, 29.09.2015 – NPO)

Chronischer Schmerz in Zahlen 2016

Quelle: bykst, pixabay.com
Quelle: bykst, pixabay.com
  • Rund 12 Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Schmerzen
  • Chronische Schmerzen plagen fast jeden zweiten Menschen über 75
  • Bei 69% der Deutschen schmerzt der Rücken gelegentlich
  • 10% der Deutschen haben Migräne
  • Jeder dritte Schmerzpatient hat ein Nervenleiden
  • Knapp die Hälfte der Patienten mit chronischen Schmerzen musste über ein Jahr auf die Diagnose warten
  • Jeder fünfte Schmerzpatient fühlt sich gesellschaftlich isoliert
  • 19% sind der Meinung, dass ihre Schmerzen nicht angemessen behandelt werden
  • Jeder zweite Schmerzpatient fühlt sich im Beruf beeinträchtigt
  • 20-30 Millionen Euro jährlich kostet der Arbeitsausfall von Schmerzpatienten
  • Rund 112 Millionen Packungen rezeptfreie Schmerzmittel werden jährlich in deutschen Apotheken verkauft

Diese erschreckenden Zahlen basieren auf Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft, der Deutschen Schmerzliga sowie des Verbands Deutscher Arzneimittelhersteller.

Zusammenhang zwischen Rheuma und Armut

Quelle: Klaus Rupp, pixelio.de
Quelle: Klaus Rupp, pixelio.de

Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) haben mit 22,4 Prozent ein deutlich höheres Armutsrisiko als Gesunde in Brandenburg (13,6 Prozent), haben Forscher vom Rheumazentrum Nord-Brandenburg festgestellt. Zudem scheinen sich Armut und Krankheit gegenseitig zu verstärken, meldet die Deutsche Rheuma-Liga.

Die Forscher hätten Infos auf anonymen Fragebögen analysiert; von 158 RA-Kranken hatten sich 98 Prozent beteiligt. Weitere Erkenntnisse erhoffe man sich aus einer Studie mit über 900 Teilnehmern, die 2016 ausgewertet werden soll. In Deutschland gilt derjenige als arm, der als Single etwa 900 Euro monatlich verdient.

Für vierköpfige Familien liegt die Grenze zwischen 1870 bis 2450 Euro netto, erinnert die Rheuma-Liga. Allerdings gehe es bei der Definition von Armut nicht nur um Geld. Arm sei auch derjenige, der etwa wegen seiner Erkrankung nicht mehr am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, so die Rheuma-Liga in ihrer Mitteilung.

Deshalb habe der Fragebogen auch zahlreiche Punkte zum Thema Erwerbstätigkeit und sozialen Aktivitäten erfasst. 40 Prozent der befragten RA-Patienten mussten wegen ihrer Erkrankung ihre sozialen Aktivitäten stark einschränken.

Bei 38 Prozent betraf dies Hobbys oder Sport. 21 Prozent gaben an, dass es ihnen schwer fällt, auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen. Jeder Dritte musste wegen der rheumatischen Erkrankung den Job wechseln, 26 Prozent wurden frühzeitig berentet.

Ein Kaffee am Abend kann helfen

Quelle: Andreas Liebhart, pixelio.de
Quelle: Andreas Liebhart, pixelio.de

Wenn der Kopfschmerz den Schlaf raubt, können die Ursachen vielfältig sein: Häufig stecken Atemprobleme dahinter, mitunter aber auch recht exotische Phänomene.

Schlafstörungen bei Kopfschmerzpatienten sind keine Seltenheit. Nach epidemiologischen Untersuchungen finden drei von vier Kopfschmerzpatienten keinen erholsamen Schlaf, erläuterte Professor Svenja Happe von der Klinik für Neurologie in Telgte.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Kopfschmerzmedikamente können den Schlaf stören, auch scheinen Patienten mit Kopfschmerzen eine Neigung für bestimmte Schlafstörungen zu haben, sagte die Neurologin bei einer Tagung in Mainz.

Clusterkopfschmerzen treten zu rund 60 Prozent im Schlaf auf

Ein besonderes Problem können auch Kopfschmerzen darstellen, die im Schlaf auftreten. Dies ist sowohl bei Migräne- als auch bei Clusterkopfschmerzen nicht selten der Fall. Clusterkopfschmerzen treten zu rund 60 Prozent im Schlaf auf, bei rund jedem zehnten Patienten sogar ausschließlich im Schlaf, so Happe.

Die Attacken beginnen meist im REM-Schlaf und im vierten Schlafstadium. Bei nächtlichen Clusterkopfschmerzen hätten die Patienten meist auch eine schlafbezogene Atemstörung – allerdings nur bei episodischem Clusterkopfschmerz.

Mindestens zehn nächtliche Attacken pro Monat

Eine Besonderheit sind Kopfschmerzen, die ausschließlich im Schlaf auftreten. Die Neurologin nannte hier vor allem den primären schlafgebundenen Kopfschmerz, der die Betroffenen aus dem Schlaf reißt. Nach dem Aufwachen hält der Schmerz in der Regel mindestens eine Viertelstunde und maximal vier Stunden an.

Erstaunlicherweise scheint Koffein bei einigen Patienten gut prophylaktisch zu wirken: Mit einer Tasse Kaffee am Abend blieben viele die Nacht über schmerzfrei. Auch für NSAR, Lithium (300-600 mg), Indometacin (50-200 mg) sowie Flunarizin (5-10 mg) gebe es Berichte zur Wirksamkeit.Ebenfalls schlafgebunden ist der „turtle headache“.

Hier der Link zum vollständigen Artikel von Thomas Müller, Ärzte Zeitung.

Was ist dran am Sucht- und Missbrauchverdacht?

Quelle: Bernd Kasper, pixelio.de
Quelle: Bernd Kasper, pixelio.de

Hierzulande erhalten rund 1,3 Prozent der Versicherten eine Opioid-Langzeittherapie aufgrund nichttumorbedingter Schmerzen. Eine norwegische Studie hat kürzlich gezeigt, dass viele an der Medikation hängen bleiben. Ob das auch für Deutschland gilt, haben Forscher jetzt untersucht.

In den USA ist ein unkontrollierter und übermäßiger Gebrauch von verschreibungspflichtigen Opioiden mittlerweile zu einem großen Problem geworden.

So sterben mehr Menschen an verschreibungspflichtigen Opioiden als an Heroin und Kokain zusammen, seit 2009 kommen sogar mehr Menschen durch Medikamentenüberdosierungen als durch Verkehrsunfälle ums Leben.

Ob es jedoch auch außerhalb der USA eine „Opioid-Epidemie“ gibt, ist umstritten. Eine vor Kurzem publizierte Studie aus Norwegen legt nahe, dass jeder Vierte mit einer Opioid-Langzeittherapie aufgrund chronischer nicht tumorbedingter Schmerzen (CNTS) an der Medikation hängen bleibt.

Und in Deutschland scheinen nach AOK-Daten sowohl die Opioidverschreibungen aufgrund von CNTS insgesamt als auch der Anteil von Langzeitbehandelten zuzunehmen: Im Jahr 2000 haben rund 5,3 Prozent der Versicherten ohne Karzinomdiagnose mindestens eine Verordnung eines opioidhaltigen Analgetikums bekommen, im Jahr 2010 waren es 6,9 Prozent, heißt es in der Leitlinie „Opioide, Langzeitanwendung zur Behandlung bei nicht tumorbedingten Schmerzen“ vom September 2014.

Eine Langzeittherapie über 90 Tage hinweg hatten von diesen Patienten im Jahr 2009 wiederum nur 7,5 Prozent erhalten, 2001 waren es noch 4,3 Prozent. Damit hätten bis vor einigen Jahren deutlich weniger als ein halbes Prozent der Versicherten eine Opioid-Langzeittherapie erhalten.

Hier der Link zum vollständigen Artikel von Thomas Müller, Ärzte Zeitung.

Gehirn gewöhnt sich an Anblick von Schmerz

Quelle: Rike, pixelio.de
Quelle: Rike, pixelio.de

Das menschliche Gehirn gewöhnt sich an den Anblick von Schmerz. Das haben Wissenschaftler der Universität und Universitätsmedizin Göttingen herausgefunden. Die Forscher analysierten mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) die Hirnstrukturen von Probanden, denen Fotos gezeigt wurden, auf denen anderen Menschen akuter Schmerz zugefügt wird.

Frühere Studien hätten gezeigt, dass beim Beobachten von Schmerz teilweise ähnliche Hirnstrukturen aktiviert werden wie bei eigenen Schmerzerfahrungen. Forscher interpretieren diese Aktivierungen als mögliche neuronale Entsprechungen von Empathie. Diese Entsprechung konnten auch die Göttinger Forscher in ihrer Studie beobachten, heißt es in einer Mitteilung der Uni.

Darüber hinaus untersuchten sie den zeitlichen Verlauf der neuronalen Reaktionen und überprüften, ob diese sich beim wiederholten Betrachten der Fotos verändern. „Wir haben herausgefunden, dass die neuronale Reaktion beim wiederholten Betrachten der Fotos abnimmt, bestimmte Hirnareale also habituieren“, erläutert Dr. Mira Preis, Erstautorin der Studie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie der Universität Göttingen in der Mitteilung.

„Dies ist umso erstaunlicher, weil die Probanden den Schmerz der beobachteten Personen im Verlauf der Untersuchung gleich einschätzten.“

Für Menschen, die regelmäßig mit dem Schmerz anderer Menschen konfrontiert sind, zum Beispiel Ärzte, Pflegepersonal oder Angehörige von schwer kranken Patienten, könnte diese Gewöhnung eine sinnvolle Reaktion darstellen.

„Diese Menschen können sich dann darauf konzentrieren, anderen Menschen zu helfen, ohne durch zu starke Emotionen gelähmt zu sein“, so Preis.

Quelle: Ärzte Zeitung