mein-Schmerz.de: DGS-PraxisRegister startet unabhängige Patientenplattform

mein_schmerz_logoChronische Schmerzen gehören zu den großen medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und stellen für Betroffene und ihre Familieneine schwerwiegende Beeinträchtigung dar. Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen sind Ausmaß und Intensität chronischer Schmerzen nicht wirklich objektivierbar, ihre komplexe Einflussnahme auf das Lebens und die Lebensqualität Betroffener für Dritte nicht in jedem Fall nachvollziehbar. Aus diesem Grund ist es vielfach notwendig, dass Patienten (als Experten für ihre Beschwerden) und Behandler (als Experten für Diagnose und Therapie) intensiv zusammen arbeiten um den individuellen Besonderheiten der jeweiligen Schmerzerkrankung gerecht werden zu können.

Über die online-Plattform „mein-Schmerz.de“ – eine Erweiterung des DGS-PraxisRegister Schmerz und der Web-Applikation iDocLive(R) – stellt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. seit Anfang Juli 2016 weltweit einmalig betroffenen Schmerzpatienten wissenschaftlich geprüfte Schmerzfragebogen inklusive automatisierter Berichtsroutinen kostenlos zu Verfügung. Ziel ist es, allen Beteiligten (Betroffenen wie Therapeuten) die bio-psycho-sozialen Aspekte chronischer Schmerzen zu verdeutlichen, Therapeuten Einblicke in die multifaktoriellen Probleme chronischer Schmerzen zu geben und patientenseitig die Fähigkeit für ein selbständiges/selbstbestimmtes Handeln (sogenanntes Empowerment) zu fördern.

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Quelle: Bettina Stolze, pixelio.de
Quelle: Bettina Stolze, pixelio.de

Immer mehr Menschen folgen meinem Blog über Facebook,WordPress, Google+ oder per E-Mail – nicht nur jene mit chronischen oder wiederkehrenden Schmerzen, sondern vor allem auch deren Angehörige. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich sehe dies zugleich als Lob und Ansporn für die Zukunft. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Blog noch populärer werden würde und somit auch andere betroffene Menschen mit Berichten und Tipps rund um das Thema chronische Schmerzen versorgt. Also: Bitte folgen, liken, teilen, kommentieren was das Zeug hält!

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Lass meine Familie in Ruhe, Schmerz!

Mit dem Schmerz umzugehen habe ich im Lauf der Jahre gelernt. Meistens. Irgendwie. Aber was ich zum Teufel nicht ausstehen und womit ich leider nur sehr schwer umgehen kann, ist wenn meine Familie, meine Freunde, vom Schmerz „heimgesucht“ werden. Ich glaube weder an Gott, noch an den Teufel. Aber in gewisser Hinsicht hat der Schmerz etwas Diabolisches. Er macht einem das Leben zur Hölle. Er bohrt, zieht, sticht und quält. Wenn er das mit mir macht, okay. Aber wenn er sich an meine Liebsten heranmacht, mache ich ich ihm die Hölle heiß!

Raus aus den Silos: Schmerz hält sich nicht an Fachgebiete

Schmerzmedizin erfordert funktionell-orthopädische, neurologische, psychosoziale, psychiatrische und anästhesiologische Kompetenzen. Die wenigen bestehenden multimodalen, multiprofessionellen Netzwerke können eine flächendeckende
schmerzmedizinische Versorgung in Deutschland nicht gewährleisten. Schmerzexperten fordern deswegen einen Facharzt für Schmerzmedizin.

Die schmerzmedizinische Versorgung in Deutschland übernehmen derzeit Hausärzte, Fachärzte, Klinikambulanzen und teil- bzw. vollstationäre schmerzmedizinische Einrichtungen an Krankenhäusern. Ärzte ohne spezielle Schmerzqualifikation werden dabei unterstützt durch rund 1.000 niedergelassene Haus- und Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“, die an der Qualitätssicherungs-(QS-)-vereinbarung Schmerztherapie nach § 135 SGB V aus dem Jahr 2005 teilnehmen, von denen etwa 400 eine ausschließliche Schmerzversorgung anbieten. Schmerztherapeutisch qualifizierte Fachärzte bewegen sich allerdings immer innerhalb der Grenzen ihrer Fachgebiete. So kann ein Neurologe keine anästhesiologische Schmerzmedizin leisten und abrechnen, und ein Anästhesist keine funktionelle Diagnostik. Für PD Dr. med. Michael Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL), ein hausgemachtes Problem: „Unsere Versorgung ist zu standardisiert. Jeder Arzt macht innerhalb seines Fachgebiets das Bestmögliche, aber eben nach ,Katalog’. Hat der Patient weiterhin Beschwerden, reicht er ihn weiter. Bleiben die Beschwerden immer noch, wird der Patient psychologisiert. Jeder Patient ist individuell und braucht daher eine individuelle Versorgung.“

Hier die  Microsoft Word – Gesundheitsnachrichten KW 03_2016 der Deutschen Schmerzliga e.V. mit der gemeinsamen Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD).

Advent, Advent,…

Ich wünsche allen einen schönen 2. Advent und Nikolaustag!

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Quelle: Privat

Der Fado, die Saudade und der Schmerz

Der Fado, ein portugiesischer Musikstil, handelt meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten. Und er handelt vor allem von der Saudade.

Saudade ist mehr als ein Wort. Der Begriff steht auf Portugiesisch für ein unübersetzbares Gefühlsgemenge aus Schmerz, Melancholie, Einsamkeit, Sehnsucht und Nostalgie. Gefühle, die auch vielen Schmerzpatienten bekannt sein dürften.

Und vielleicht gefällt mir gerade deshalb ein Lied von Dulce Pontes gerade jetzt besonders gut: „Canção do Mar“ (Song of the Sea). Auch bekannt aus dem Film „Zwielicht“ mit Richard Gere und Edward Norton. Es geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Hört doch mal rein!

PHARMA FAKTEN – eine Initiative von Arzneimittelherstellern in Deutschland

Bei meiner heutigen Internetrecherche bin ich auf eine interessante Seite gestoßen: www.pharma-fakten.de.

Quelle: www.pharma-fakten.de
Quelle: http://www.pharma-fakten.de

PHARMA FAKTEN ist eine Initiative von Arzneimittelherstellern in Deutschland. Kern der Initiative ist eine Online-Plattform, an der eine eigenständige Redaktion kontinuierlich arbeitet.

Sie wolle zuverlässig und schnell über die Pharmabranche und ihre Hintergründe informieren. Aktuelle Fragestellungen bringe sie dabei in den Gesamtkontext und ergänze sie um Zahlen, Fakten und neue Perspektiven. Die Arzneimittelhersteller und ihre Arbeit haben als Teil des Gesundheitssystems eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Sie sehe es daher als wichtig an, zu einer sachlichen Diskussion mit hoher inhaltlicher Qualität beizutragen.

PHARMA FAKTEN mache keine Werbung für Unternehmen, Arzneimittel oder die Pharmaindustrie. Als Initiative aus der Branche sprächen sie vielmehr über Fakten, Regelungen und Entwicklungen im medizinischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Bereich, die die gesamte Arzneimittelindustrie betreffen und Aussagen von Unternehmens- oder Verbandvertretern ergänzen.

Sehr zu empfehlen, ein interessanter Artikel über die Rheuma-Forschung: „Rheuma-Forscher möchten Gedächtnis-Plasmazellen löschen“.