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Diese Dinge kennst du nur, wenn du eine chronische Erkrankung hast

Young woman is standing and looking out the window, Quelle: Getty Images

Dieser sehr empathische Artikel vom 29. November 2017 erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink (HuffPost Deutschland) aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

„Ich habe diesen Artikel geschrieben um, die Menschen aufzuklären, die mehr über chronische Erkrankungen wissen möchten.

Er ist aus meiner Perspektive geschrieben – als Ärztin, die für viele Jahre Patienten mit chronischen Erkrankungen behandelt hat und als jemand, der selbst fünf Jahre seines Lebens wegen chronischer Erkrankung ans Bett gefesselt war.

Ich möchte darauf aufmerksam machen, damit Freunde, Familie, Arbeitgeber, Kollegen und Therapeuten chronische Krankheiten besser verstehen können.

Meine Hoffnung ist es, dass dadurch Beziehungen gestärkt und Missverständnisse reduziert werden und es zur Besserung des Gesundheitssystems beiträgt.

Chronische Erkrankungen sind oft unsichtbar

Chronische Erkrankungen sind Krankheiten, Zustände oder Verletzungen, die Jahre oder sogar ein Leben lang anhalten können. Normalerweise sind sie auch nicht heilbar – in manchen Fällen können sie aber nachlassen.

Das Ausmaß kann ganz unterschiedlich ausfallen. Es gibt Betroffene, die immer noch arbeiten gehen können und ein aktives oder ein anscheinend „normales“ Leben führen können. Andere wiederum sind sehr krank und sind durch die Krankheit ans Haus gebunden.

Die meisten Menschen mit einer chronischen Erkrankung haben eine unsichtbare Krankheit. Der Großteil der Symptome ist nicht sichtbar, was dazu führen kann, dass es an Verständnis und Unterstützung von Ärzten, Familie, Freunden und Kollegen mangelt.

1. Niemand möchte sich krank fühlen

In all den Jahren, in denen ich als Ärztin Patienten mit chronischen Krankheiten behandelt habe, habe ich nie jemanden getroffen, der krank sein wollte und nicht alles dafür getan hätte, dass es ihm besser geht.

Patienten haben verzweifelt nach Antworten und Behandlungen für ihre erdrückenden Symptome gesucht.

2. Viele Ärzte verstehen chronische Krankheiten nicht

Viele Jahre waren Ärzte der falschen Annahme, dass einige chronische Erkrankungen durch Depressionen oder Angststörungen hervorgerufen werden und die einzige Behandlung für diese Patienten war psychiatrische Versorgung.

➨ Mehr zum Thema: Die Ursache von Depressionen geht auf fünf Erfahrungen aus der Kindheit zurück

Trotz medizinischer Befunde, die diese Annahmen widerlegen, gibt es immer noch Ärzte, die in ihren Meinungen festgefahren sind und chronische Erkrankungen nicht wirklich verstehen oder wie sie diese angemessen behandeln sollen.

Daher verbringen Patienten häufig sehr viel wertvolle Zeit damit, einen Arzt zu finden, der ihre Krankheit versteht und ihnen geeignete Behandlungsmöglichkeiten anbieten kann – während ihre Symptome immer schlimmer werden.

3. Nicht im Stande zu sein zur Arbeit zu kommen, heißt nicht, dass man Urlaub macht

Diejenigen, die aufgrund chronischer Erkrankung nicht arbeiten können, machen keinen „Urlaub“.

Stattdessen kämpfen sie jeden Tag mit den einfachsten Aufgaben: aus dem Bett kommen, sich anziehen, kochen, baden etc. Sie müssen oft zu Hause bleiben, da sie zu krank sind, um das Haus zu verlassen, außer für Arzttermine.

Musstest du schon mal für ein paar Tage im Haus bleiben, wegen schlechtem Wetter oder einem vorübergehenden Gesundheitsproblem? Erinnerst du dich daran, wie nervig es ist, nicht nach draußen gehen zu können und etwas zu unternehmen?

Jetzt stelle dir vor für Wochen oder Monate das Haus nicht verlassen zu können. Frustrierend, oder?

4. Chronische Erkrankungen können viele Emotionen auslösen

Eine Chronische Krankheit kann den biochemischen Aufbau des Stimmungs-Kontrollzentrums im Gehirn verändern. Zusätzlich können die folgenden Frustrationen die Laune beeinflussen und zu Depressionen und/ oder Angststörungen führen:

  • Das Warten auf/ Suchen einer Diagnose
  • Die Unfähigkeit zu Arbeiten und sich produktiv zu fühlen
  • Veränderung in der Familendynamik
  • Verlust sozialer Interaktionen und Isolation
  • Finanzielle Probleme
  • Der Kampf mit den Symptomen umzugehen und alltägliche Aufgaben zu meistern

Menschen mit chronischen Krankheiten fühlen oft einen großen Verlust. Es ist nicht unüblich einige oder alle Phasen der Trauer zu durchleben (Nicht-wahrhaben-wollen, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz).

Sie trauern um das Leben, dass sie einst hatten. Sie trauern um das Leben, das sie jetzt ertragen müssen. Sie trauern um das Leben, dass sie sich eigentlich erträumt hatten.

Viele chronisch Erkrankten fühlen sich auch häufig isoliert. Obwohl sie sich soziale Interaktionen wünschen, machen es ihre Symptome nicht leicht und manchmal sogar unmöglich überhaupt am Telefon zu reden, eine E-Mail oder einen Facebook-Post zu schreiben.

5. Die Symptome chronischer Krankheiten sind sehr komplex

Die Symptome, die den meisten Betroffenen widerfahren, variieren abhängig von der Krankheit.

Allerdings sind viele von ihnen von diesen Symptomen betroffen: extreme Müdigkeit, Schmerzen, Kopfschmerzen, Bewusstseinstrübung, Übelkeit und/ oder Schwindel.

Es ist nicht unüblich, dass diese Symptome kommen und gehen – manchmal von Stunde zu Stunde. Unternehmungen zu planen, kann dadurch sehr schwer werden.

Ein „guter Tag“ für Menschen mit chronischer Erkrankung wäre für andere vermutlich ein Krankheitstag.

6. Erschöpfung durch chronische Krankheiten ist viel mehr als einfach nur „müde sein“

Erschöpfung und Müdigkeit ist ein gängiges Symptom und in vielen Fällen ist es akut und sehr kräftezehrend. Es kann durch einfache Aktivitäten oder umfangreiche Ereignisse ausgelöst werden, wie zum Beispiel Reisen.

Betroffene müssen oft „dafür zahlen“ um an Unternehmungen teilnehmen zu können, in dem sie sich dann für Tage, Wochen oder sogar Monate davon erholen müssen.

Sie müssen sich vielleicht auch oft ausruhen und in letzter Minute Verabredungen absagen. Das heißt nicht, dass sie faul sind, oder Aktivitäten vermeiden wollen.

Wenn die Erschöpfung eintritt, gibt es keine andere Möglichkeit, als sich auszuruhen. Es ist, als ob der Körper „gegen eine Wand rennt“ und nicht weiter kann, egal was er versucht.

Für ein besseres Verständnis der Erschöpfung und eingeschränkten Energie eines chronisch kranken Menschens, kann man hier einen hilfreichen Artikel über die „Löffel Theorie“ lesen.

Musstest du schon mal für mehrere Tage im Bett bleiben, wegen einer Erkältung, Operation oder einem Klinikaufenthalt? Erinnere dich, wie sich das angefühlt hat. Du konntest kaum vom Bett aufstehen und jede kleine Tätigkeit war anstrengend.

Und jetzt denke darüber nach, wie es sich anfühlen muss, sich jeden Tag, den ganzen Tag so zu fühlen – über Monate oder Jahre hinweg.

7. Schmerz ist ein häufiges Symptom von chronischer Erkrankung

Bei chronisch Erkrankten tritt oft ein anhaltender Schmerz auf, einschließlich Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, Rückenschmerzen und/ oder Nackenschmerzen.

➨ Mehr zum Thema: 23 Mio. Schmerzpatienten gibt es: Ihre Versorgung ist lückenhaft – was sich ändern muss

8. Bewusstseinstrübung ist äußerst frustrierend

Bewusstseinstrübung ist deshalb frustrierend, weil es ein Symptom ist, deren Auswirkungen man anderen schwer erklären kann.

Es ist eine kognitive Fehlfunktion, die bei chronischer Erkrankung üblich ist – das kann dazu führen, Schwierigkeiten zu haben Wörter zu finden, sich zu konzentrieren oder sich an etwas zu erinnern.

Diejenigen mit Bewusstseinstrübung wissen oft, was sie sagen wollen, können aber keine Gedanken in Wörter fassen, um wirksam zu kommunizieren.

9. Das Risiko für Infektionen ist größer

Das Immunsystem von chronisch Erkrankten kann überaktiv sein und anstatt Infektionen der Krankheit abzuwehren, kämpft das Immunsystem gegen die körpereigenen Organe, Gelenke, Nerven und/ oder Muskeln.

Viele Betroffene nehmen Medikamente, um ihr überaktives Immunsystem zu unterdrücken und infolgedessen sollten sie kranke Menschen aus dem Weg gehen.

Eine kleine Erkältung einer gesunden Person kann zu einer gefährlichen Infektion für chronisch Kranke werden.

10. Bestimmte Lebensmittel können die Symptome verschlimmern

Bestimmtes Essen kann die Symptome von Erkrankten verschlechtern. Geläufige Auslöser sind Gluten, Milchprodukte, Zucker, Soya, Hefe, Alkohol und industriell verarbeitete Lebensmittel.

Diese Auslöser können Entzündungen verstärken, was die weiteren Symptome auch vermehrt – diese können für Stunden oder Tage (manchmal auch Wochen) anhalten.

Da wir uns von vielen dieser Lebensmittel ernähren, ist es oft schwer herauszufinden, welches davon die Symptome ausgelöst hat. Und sein Lieblingsessen zu vermeiden kann eine Herausforderung sein.

11. Empfindlichkeit gegenüber Gerüchten ist weitverbreitet

Bestimmte Gerüche wie Parfum, Reinigungsmittel und Rauch können Kopfschmerzen, Bewusstseinstrübung, Übelkeit und andere Symptome hervorrufen.

Einige Medikamente für die Behandlung chronischer Krankheiten sind niedrig dosierte Chemotherapie-Medikamente. Die Empfindlichkeit kann man mit der von Schwangeren oder Chemotherapie-Patienten gleichsetzen.

12. Es ist anstrengend, eine chronische Krankheit zu bewältigen

Chronisch Erkrankte müssen gut organisiert sein, damit sie ausreichend Erholung bekommen, symptomauslösendes Essen vermeiden, die Medikamente zur richtigen Zeit einnehmen und Grippen vermeiden können.

➨ Mehr zum Thema: Grippe-Impfung: Wer sich vor Influenza schützen sollte

Es ist verständlich, dass sie sich auch nur wie ein „normaler“ Mensch fühlen wollen und auch mal eine Pizza essen oder lange wach bleiben – auch wenn sie wissen, dass sie später „dafür zahlen müssen“.

Mitgefühl und Unterstützung kann einen großen Unterschied machen

Trotz dem Ringen mit Trauer, Isolation und zehrenden Symptomen, kämpfen chronisch Erkrankte weiter. Sie kämpfen jeden Tag damit, ihren Körper zu verstehen und Dinge zu machen, die für andere selbstverständlich sind.

Die Mitmenschen in ihrer Umgebung können ihre Herausforderungen im Alltag wahrscheinlich nicht nachvollziehen, daher ist es oft schwer, angemessene Unterstützung von anderen zu erhalten.

Du kannst einen großen Unterschied im Leben eines chronisch Kranken machen, indem du dich mit den Symptomen auseinander setzt und ihnen mit Mitgefühl und Unterstützung entgegenkommst.

Verständnis für chronische Krankheiten kann helfen, diese weniger „unsichtbar“ zu machen. Darum ist es so wichtig, dass du dir die Zeit genommen hast, um diesen Artikel zu lesen. Danke!“

Schmerzbewältigung in verschiedenen Kulturen

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Quelle: sasint, pixabay.com

Wenn der türkische Patient auf die Frage, wo es weh tut, klagt, ihm tue alles weh, er sei schließlich krank, kann das den deutschen Arzt leicht überfordern. Unterschiedliche Kulturen gehen mit Schmerz ganz unterschiedlich um. Wie sie das tun, hat PD Dr. Norbert Kohnen (Universität Düsseldorf) untersucht. „Der Umgang mit Schmerz ist abhängig von der Kontrollüberzeugung“, so sein Fazit. Während Deutsche, Nordeuropäer und Amerikaner Rat beim Fachmann suchen und sich davon individuelle Kontrolle über den Schmerz erhoffen, sind die Menschen in Mittelmeerstaaten mit der Überzeugung aufgewachsen, nur die Familie könne helfen. Sie äußern ihren Schmerz daher ganz anders. „Deswegen ist bei der Untersuchung ausländischer Patienten eine transkulturelle Kompetenz gefordert“, so Dr. Kohnen. „Nimmt der Arzt auf diese Unterschiede keine Rücksicht, sind Stress und Hilflosigkeit die Folgen, die wiederum mit erhöhter Schmerzempfindlichkeit einhergehen.“

Kopf erkältet – ich drehe durch

Jeder Patient ist ein Informant. Ob seine Information ankommt, hängt vom Adressaten ab: Kommt ein deutscher Patient zum deutschen Arzt, liegen die Verhältnisse günstig: Untersucher und Informant haben den gleichen kulturellen Hintergrund und die gleiche Sozialisation. Bei beiden ähneln sich Erziehung, Werte, Normen, Symbole und Verhalten, ihre Assoziationen resultieren aus einem gemeinsamen Erleben gesellschaftlicher Strukturen wie Familie, Freundeskreis und Arbeitswelt. „Klagt der Patient beim Arzt darüber, dass ‚ihm eine Laus über die Leber gelaufen ist‘, dann wissen beide um den Sinn der Aussage“, erläutert Dr. Kohnen. Diese günstigen Verhältnisse finden sich bei der Vorstellung fremdländischer Patienten nicht. Klagt ein türkischer Patient darüber, dass „er seinen Kopf erkältet hat“, dann weiß der Arzt nicht, dass damit gemeint ist „Ich bin dabei durchzudrehen“. Auch verstehen Ärzte oft die Reaktion ihrer fremdländischen Patienten auf Krankheit und Schmerz nicht. „Besonders auffällig ist das bei den verschiedenen Schmerzäußerungen fremdländischer Patienten“, so Kohnen.

Iren ziehen sich zurück, Italiener äußern sich lautstark

Deutsche Ärzte haben aus ihrer soziokulturellen Sicht eine Vorstellung, welche Schmerzäußerungen und welche Schmerzbewältigungen angebracht und welche unangemessen sind. Ihre Erfahrungen beziehen sich in der Regel aber nur auf eine Ethnie, nämlich die eigene Bevölkerung. Diese einseitige Sicht kann zu Verständigungsschwierigkeit und Fehlurteilen bei der Behandlung ausländischer Patienten führen. Empirische Daten zeigen, dass jede Kultur gemäß ihrer eigenen Werte und Normen Schmerzbewältigungsstrategien entwickelt: Iren ziehen sich zurück, weil es unfein ist, Schmerz zu äußern; Nordamerikaner suchen so früh wie möglich den Arzt auf, schildern ihm die Beschwerden ohne emotionale Regung, damit er sofort eine rationale Behandlung einleiten kann; Juden erdulden den Schmerz, weil Gott ihnen so ein Zeichen geben will; Italiener äußern Schmerzen laut und deutlich, damit ihnen die familiäre Anteilnahme zukommt, Philippinos fügen sich fatalistisch in ihr Schicksal.

Individuell oder familienorientiert

„Man kann unterscheiden zwischen individualorientierten (Deutsche, Briten, Iren, Nordeuropäer und Nordamerikaner) und familienorientierten Gesellschaften (Italiener, Türken, Mittelmeervölker, Asiaten)“, erläutert der Forscher. Familienorientierte Gesellschaften sind überzeugt, Krankheit und Schmerz nur mit Hilfe der Familie bewältigen zu können. Patienten werden notwendigerweise von vielen Angehörigen begleitet. Sie haben eine hohe externale Kontrollüberzeugung, während Patienten aus individualorientierten Gesellschaften überzeugt sind, sich selbst helfen zu können, indem sie der Vernunft folgend fachärztlichen Rat einholen.

Ärzte müssen sich eindenken

Diese Bedingungen muss ein Arzt bedenken, denn das Verweigern der erlernten kulturellen Bewältigungsstrategien führt zu Hilflosigkeit, Verzweiflung, zu erhöhtem Stress und damit zu größerer Schmerzempfindlichkeit. „Transkulturelle Kommunikation ereignet sich im Zuhören, Erfassen und Erlernen andersartiger, wenn auch laienhafter Erklärungsweisen von Krankheit und Schmerz“, unterstreicht Dr. Kohnen. Er fordert Ärzte auf, sich in die Erlebniswelten ihrer fremdländischen Patienten einzudenken. Viele in fremden Traditionen erzogenen Patienten haben z.B. die Vorstellung, ihre Krankheit sei ein individuelles Ereignis. „Sie verstehen deshalb nicht, dass sie nun eine Krankheit haben sollen, die mit ein und demselben Begriff belegt wird, die auch ihr Nachbar hat. Es ist doch ihre ganz individuelle Krankheit“, erläutert Dr. Kohnen. Individualisieren und nicht generalisieren heiße deshalb die Devise.

Gewinnspiel: Relaxbox der Initiative Schmerzlos

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Ich habe eine schöne Relaxbox der Initiative Schmerzlos erhalten und verlose unter Euch drei weitere limitierte Relaxboxen. Eine Relaxbox enthält eine Ohropax Schlafmaske 3D, einen Igelball zur Reflexzonen-Massage, 4×2 Ohropax Twins (farbige Ohrstöpsel), ein „Bitte-nicht-stören“-Türschild aus Filz sowie einen Quick Guide mit wichtigen Tipps zur Hilfe und Vorbeugung bei Kopfschmerzen bei Jugendlichen.

20161021_165858Die Initiative Schmerzlos

Die Initiative Schmerzlos, die 2013 von RB Deutschland ins Leben gerufen wurde, hat sich die Aufklärung zum Umgang mit Kopfschmerzen bei Jugendlichen zur Aufgabe gemacht. Unter http://www.initiative-schmerzlos.de finden Jugendliche und Eltern Informationen über unterschiedliche Schmerzarten bei Jugendlichen sowie nicht medikamentöse und medikamentöse, altersgerechte Behandlungsoptionen. Darüber hinaus informiert die Initiative über Möglichkeiten der Prävention. Unterstützt wird die Initiative dabei von namhaften Experten, die auf die Behandlung von Schmerzen spezialisiert sind: Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers, Dr. med. Astrid Gendolla und Dr. med. Raymund Pothmann.

Große BRAVO Umfrage zeigt: Viele Schüler leiden unter Kopfschmerzen und wünschen sich Aufklärung im Unterricht

Kopfschmerzen gehören für viele Jugendliche zum Schulalltag. In einer gemeinsamen Aktion haben die Initiative Schmerzlos und BRAVO im Rahmen des BRAVO Youth Panels 500 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 19 Jahren befragt. Dabei zeigte sich: Vielen Jungen und vor allem Mädchen brummt mindestens einmal pro Woche der Kopf. Darüber reden sie – wenn überhaupt – mit ihren Eltern. Gleichzeitig versprechen sie sich Hilfe in der Schule: Mehr als die Hälfte möchte hier gerne über die Ursachen von Kopfschmerzen informiert werden, knappe zwei Drittel wollen mehr über Vorbeugung erfahren.

Die Initiative Schmerzlos und BRAVO wollten es genau wissen: Was geht den Schülerinnen und Schülern in Deutschland im Kopf herum? Die schmerzhafte Antwort: 50 Prozent der Schülerinnen und 25 Prozent der Schüler leiden mindestens einmal pro Woche unter Kopfschmerzen. Ein Drittel klagt sogar über monatliche Beschwerden. Das hat handfeste Konsequenzen. Knappe 30 Prozent gaben an, in den letzten drei Monaten an einem oder mehreren Tagen wegen Kopfschmerzen in der Schule gefehlt zu haben.

Stress und Schmerz im Unterricht vorbeugen lernen?

Für die Teenager sind die wichtigsten Auslöser für Kopfschmerzen klar: Bei über zwei Dritteln ist es Stress in der Schule, bei ebenfalls zwei Dritteln ist es Schlafmangel. Weitere Gründe sind zu hoher Medienkonsum und Streit in der Familie.

Und reden die Teenager darüber? Mehr als die Hälfte spricht nicht mit den Lehrern über die Schmerzen – den eigenen Eltern vertrauen hingegen immerhin 71 Prozent. Ganz klar sind die Jugendlichen bei einer wesentlichen Frage: Zwei Drittel möchten im Schulunterricht Lerninhalte über Ursachen, Prophylaxe und Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne. Diese Ergebnisse zeigen: Kopfschmerzen betreffen viele Schüler, und die Schule ist der ideale Ort für Aufklärung, Unterstützung und Austausch.

Ärzte raten: Kopfschmerz ernst nehmen

Wenn notorische Kopfschmerzen nicht adäquat behandelt werden, können sie chronisch werden und bis ins hohe Alter immer wiederkehren. Was also tun? Die meisten Jugendlichen helfen sich mit Wassertrinken, Ausruhen und Frischluft tanken. Andere kühlen die Stirn oder massieren ihre Schläfen.

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Gewinnspiel: Relaxbox der Initiative Schmerzlos

Zu gewinnen gibt es 3 x eine Relaxbox der Initiative Schmerzlos für alle Kopfschmerzgeplagten.
Das Gewinnspiel läuft vom 26.10.2016 – 09.11.2016.
Für die Teilnahme schickt einfach folgende Informationen an achim.glier@t-online.de:

  • Betreff „Gewinnspiel“
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Doppelte Gewinnchance erhaltet ihr, wenn Ihr Leser von www.schmerzblogade.com seid und mein Gewinnspiel teilt!

Teilnahmebedingungen

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Schmerz-Apps: Welche gibt es und was nützen sie?

Quelle: mcmurryjulie, pixabay.com
Quelle: mcmurryjulie, pixabay.com

Kleine Anwendungen zur Nutzung auf Smartphones (Apps) sind aus unserem Alltag fast nicht mehr wegzudenken. Für fast jedes Alltagsproblem gibt es mittlerweile eine passende App-Lösung. Dieser Trend macht auch vor dem Gesundheitsbereich nicht halt.

Gesundheits-Apps im täglichen Leben liegen im Trend. Mehr als 100.000 gibt es inzwischen. Mit Hilfe dieser Gesundheits-Apps wollen z.B. Gesundheitsorganisationen, Pharma- und Medizinprodukteunternehmen Patienten Orientierung und Unterstützung im Umgang mit Erkrankungen und den damit im Zusammenhang stehenden Therapien geben.

So gibt es mittlerweile auch einige Schmerz-Apps. Die Initiative Präventionspartner hat im November 2015 das derzeitige App-Angebot analysiert und auf HealthOn, dem nach eigenen Angaben größten Bewertungsportal von Health-Apps, publiziert. Hier einige Auszüge der Bewertung von Ursula Kramer.

  • Für die 23 Millionen Menschen, die in Deutschland an chronischen Schmerzen leiden und Hilfe brauchen, stehen derzeit 24 Schmerz-Apps (kostenlos, deutschsprachig, Google Play) zur Verfügung. Die Zahl der Downloads dieser 24 Apps beläuft sich derzeit auf ca. 1 Million (min. 373.00, max. 1.5 Mio). 

  • Die untersuchten Schmerz-Apps richten sich an Betroffene mit Kopfschmerz/Migräne (34%), Rückschmerzen (25%), Rheuma und Arthrose.

  • Jede dritte Schmerz-App (29%) bietet Unterstützung beim Schmerzmanagement, ohne einen speziellen Anwendungsschwerpunkt zu benennen.

Schmerz-Apps geben vor, den Alltag der Betroffenen zu unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Was können diese Apps tatsächlich?

  • Knapp die Hälfte der Apps bietet die Möglichkeit, Schmerzstärke und -lokalisation in einem Schmerztagebuch festzuhalten (11 von 24; 46%).

  • Mit jeder zweiten App (13 von 24; 54%) lassen sich Tagebucheinträge oder die Auswertung von Schmerztests graphisch auswerten sowie mit Dritten teilen, z. B. auch mit dem behandelnden Arzt.

  • Knapp die Hälfte aller Apps (42%) arbeiten mit Videos, um z. B. die Durchführung von Übungen zu unterstützen.

  • Mit vielen Schmerz-Apps können sich Nutzer erinnern lassen (42%), z. B. an das Führen des Schmerztagebuchs oder die Durchführung von Übungen.

  • Mehr als jede dritte App (38%) generiert interaktiv nutzerbezogene Informationen, z. B. die Auswertung von Schmerztests, die durchschnittliche Schmerzstärke oder -dauer, sowie Statistiken zur Anzahl der Tagebucheinträge.

Fazit der Initiative Präventionspartner

  • Keine der untersuchten Schmerz-Apps unterstützt die Nutzer bisher durch ein umfassendes, individualisiertes Hilfeangebot, das eingebettet ist in ein therapeutisches Gesamtkonzept. Das mag die Zurückhaltung von Seiten der Nutzer und damit die vergleichsweise niedrige Anzahl der Downloads erklären. Schmerzpatienten brauchen offensichtlich mehr als ein digitales Schmerztagebuch, sondern umfassende Unterstützung, z. B. bei der Suche nach qualifizierten Schmerztherapeuten, bei der Überbrückung langer Wartzeiten für einen Arzttermin, bei der Stärkung ihrer Selbstbefähigung zur dauerhaften Bewältigung ihrer Schmerzen. Eine Schmerz-App, die dieses Leistungsprofil abdecken kann, stößt sehr wahrscheinlich auf größere Akzeptanz bei Schmerzpatienten.

Im Folgenden möchte ich exemplarisch vier dieser Schmerz-Apps vorstellen – immer mit der Angabe, wer dahintersteckt.

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mein-Schmerz.de: DGS-PraxisRegister startet unabhängige Patientenplattform

mein_schmerz_logoChronische Schmerzen gehören zu den großen medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und stellen für Betroffene und ihre Familieneine schwerwiegende Beeinträchtigung dar. Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen sind Ausmaß und Intensität chronischer Schmerzen nicht wirklich objektivierbar, ihre komplexe Einflussnahme auf das Lebens und die Lebensqualität Betroffener für Dritte nicht in jedem Fall nachvollziehbar. Aus diesem Grund ist es vielfach notwendig, dass Patienten (als Experten für ihre Beschwerden) und Behandler (als Experten für Diagnose und Therapie) intensiv zusammen arbeiten um den individuellen Besonderheiten der jeweiligen Schmerzerkrankung gerecht werden zu können.

Über die online-Plattform „mein-Schmerz.de“ – eine Erweiterung des DGS-PraxisRegister Schmerz und der Web-Applikation iDocLive(R) – stellt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. seit Anfang Juli 2016 weltweit einmalig betroffenen Schmerzpatienten wissenschaftlich geprüfte Schmerzfragebogen inklusive automatisierter Berichtsroutinen kostenlos zu Verfügung. Ziel ist es, allen Beteiligten (Betroffenen wie Therapeuten) die bio-psycho-sozialen Aspekte chronischer Schmerzen zu verdeutlichen, Therapeuten Einblicke in die multifaktoriellen Probleme chronischer Schmerzen zu geben und patientenseitig die Fähigkeit für ein selbständiges/selbstbestimmtes Handeln (sogenanntes Empowerment) zu fördern.

Einladung

Quelle: Bettina Stolze, pixelio.de
Quelle: Bettina Stolze, pixelio.de

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