Der Schmerz-Werkzeugkoffer

Quelle: www.change-pain.com
Quelle: http://www.change-pain.com

Der Schmerz-Werkzeugkoffer ist für Menschen gedacht, die mit dauerhaften Schmerzen leben. Dauerhafte Schmerzen, deren Ursachen mitunter nicht erklärbar sind, können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Der Schmerz-Werkzeugkoffer ist ein kleiner Ratgeber, der einfache Tipps & Tricks an die Hand geben möchte, um auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit den Schmerzen zu helfen. In diesem Ratgeber wird das Thema Schmerz sicherlich nicht erschöpfend abgehandelt, aber er ist ein praktischer Leitfaden zur Begleitung der ersten Schritte in ein Schmerz-Selbstmanagement. Man braucht zunächst nichts weiter als den Willen, ihn durchzulesen und die Bereitschaft, einige Ratschläge anzuwenden:

Online

www.change-pain.com

oder als Download

schmerz-werkzeugkoffer.pdf

Ruth und Reinhard Sittl sind beide Ärzte. Ruth arbeitet derzeit in der Schmerzforschung und Reinhard in einem Zentrum für Schmerztherapie. Pete Moore ist selber Patient. Infolge einer Arthrose leidet er unter dauerhaften Schmerzen. Beide haben die Tipps zusammen mit Frances Cole (Allgemeinarzt) und dem Team der Rehabilitationsklinik für Schmerzpatienten (Bradford, Neuseeland) zusammengestellt.

Größtes Online-Verzeichnis für Osteoporose-Gruppen

Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages 2015 stellt der OSD Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e.V. eine Datenbank mit Osteoporose Selbsthilfegruppen online: „Mit über 500 verzeichneten Selbsthilfegruppen ist unsere Datenbank das größte Online-Verzeichnis für Osteoporose-Gruppen, das es momentan in Deutschland gibt. Darauf sind wir schon ein klein wenig stolz. Und wir freuen uns natürlich auch, vielen Betroffenen so gut wie möglich auf dem Weg und der Suche nach einer neuen Gruppe helfen zu können“, so Horst Döllinger, der Senior-Geschäftsführer des OSD.

Aktuell finden sich im Datenbank-Verzeichnis die Gruppen des BfO Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. und des OSD Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e.V. mit den jeweiligen Mitgliedsgruppen und angegliederten Vereinen.

Eine Selbsthilfegruppe finden – der Link zur Webseite bzw. Datenbank:

www.osd-ev.org/selbsthilfe/gruppe-suchen/index.php

Quelle: OSD Homepage
Quelle: OSD Homepage

Der OSD Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e.V. ist eine gemeinnützige Organisation und engagiert sich im Bereich der Osteoporose-Aufklärung und der Förderung der Eigeninitiative im Kampf gegen Osteoporose. Beratung, Information zum Krankheitsbild und direkte Hilfe für Osteoporose-Betroffene formen den Schwerpunkt der Arbeit, neben der Unterstützung der Selbsthilfegruppen und deren Aufbau.

(Mit-)geteilte Schmerzerfahrung als Ressource auf einer Internetseite

Die Welt eines Schmerzpatienten verändert sich oft dramatisch: Durch die Einengung seiner Handlungsspielräume und die schwere Vermittelbarkeit seines Erlebens gerät er in äußere und innere Einsamkeit. Er erlebt, dass die Schmerzen medizinisch nicht einfach zu beseitigen sind und er mühsam den Umgang mit ihnen erleben muss. Diagnostik und Therapie bieten keine klaren Lösungen und Sicherheiten und persönlichen wie medizinischen Umfeld können Konflikte entstehen. Deshalb kann es für betroffene Menschen, aber auch für ihre Familien und professionellen Unterstützer sehr wichtig und hilfreich sein, von anderen Schmerzpatienten zu erfahren, wie diese mit ihrer Erkrankung und ihren Folgen umgehen.

Webseite macht Erfahrungen des Lebens mit Schmerzen frei zugänglich

Um mit den Möglichkeiten des Internets in wissenschaftlich kontrollierter Form Hilfe anzubieten, macht die Webseite www.krankheitserfahrungen.de der Projektgruppe DIPExGermany an den Universitäten Freiburg und Göttingen Erfahrungen des Lebens mit chronischen Schmerzen in systematischer Weise frei zugänglich. Dieses Projekt wurde auch auf dem Deutschen Schmerzkongress 2014 in Hamburg vorgestellt. 42 Personen erzählen in Interviews ausführlich von ihren Erfahrungen, Lebensveränderungen und Bewältigungsbemühungen rund um die Schmerzkrankheit.

Webseite bietet praktische, erfahrungsgestützte Tipps

Menschen aus ganz Deutschland, aus allen Altersgruppen, mit unterschiedlichen Schmerzsyndromen und Therapieerfahrungen sowie unterschiedlichen beruflichen und sozialen Situationen kommen zu Wort. Die Erfahrungen werden in 32 thematischen Abschnitten und als Einzelschicksale präsentiert: Originalausschnitte aus den Video- oder Audioaufnahmen illustrieren die Texte, vermitteln Lebendigkeit und Authentizität und gewähren tiefe Einblicke in die Innenseite der Schmerzerfahrungen. Erfahrungen mit Therapien und Hilfsangeboten, Alltagsgestaltung und die Folgen für Arbeit, Familie und Identität werden anschaulich gemacht. Damit bietet die Webseite praktische, erfahrungsgestützte Tipps und Informationen, Entscheidungshilfen, emotionale Unterstützung und Modelle des Umgangs mit den Problemen. Sie bietet den Patienten eine Stimme, nimmt ihre Erfahrungen ernst und hat ihr Empowerment zum Ziel.

Junge Menschen mit chronischen Schmerzen – ein Tabuthema

In Deutschland leiden etwa 12 bis 15 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Sie zählen zu den häufigsten Ursachen für Krankenstände, Berufsunfähigkeit und Frühpension. Vor allem die Zahl junger Menschen mit chronischen Schmerzen nimmt zu. Doch dies ist noch wie vor ein Tabuthema – vor allem bei Arbeitgebern.

Jeder kennt Schmerzen und der Umgang damit scheint einfach. Eine Fülle an freiverkäuflichen Präparaten aus der Apotheke schafft schnell Abhilfe und ermöglichen die unbeschwerte Teilnahme am täglichen Leben. Doch was tun, wenn der Schmerz bleibt, mit der Zeit spürbar Besitz von einem ergreift und chronisch wird? Das tägliche Handeln und Entscheiden wird zur Qual. Neben den Schmerzen begleiten zunehmend Ängste und Selbstzweifel den Tag. Der Kampf mit dem Schmerz wird zum bestimmenden Lebensthema. Doch aus Sicht vieler Betroffener sollte die Umwelt davon möglichst nichts mitbekommen – schon gar nicht der Arbeitgeber, die Kollegen oder der Lebenspartner.

Das Thema chronische Schmerzen ist nicht gesellschaftsfähig

Aus Angst vor unangenehmen Fragen, einem Gesichtsverlust oder weiterer Konsequenzen werden Schmerzen häufig nicht oder viel zu spät offen angesprochen. Das Thema ist nicht populär und stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis oder Ablehnung. „Für einen gesunden Menschen ist es oftmals unvorstellbar, welchen negativen Sog und welchen Teufelskreis anhaltende Schmerzen auslösen können“, erläutert Rolf Fahnenbruck, Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga e.V. und selbst Schmerzpatient seit 1989. „Vor allem jungen Menschen, die mitten im Leben stehen und den nächsten Schritt im Berufs- oder Privatleben gehen möchten, ist der chronische Schmerz wie eine Mauer, die sie vom unbeschwerten Leben abschneidet – ein Schmerz der jegliche Lebensenergie raubt“, erläutert Fahnenbruck weiter.

Erschwerend kommt hinzu, dass die optimale Therapie oftmals erst relativ spät einsetzt, da die Zeiträume von den ersten Symptomen bis hin zur Diagnose recht lange ist. Dabei erschwert nicht nur der Schmerz das Leben der Patienten, sondern zum Teil auch die Einnahme von Medikamenten und deren Nebenwirkungen. Auf der Suche nach Linderung werden unzählige Ärzte aufgesucht und Therapien ausprobiert. Im Durchschnitt suchen Schmerzpatienten über elf Jahre nach geeigneter Hilfe und erfolgversprechenden Therapiemöglichkeiten.

Das eigene Unverständnis und die Ablehnung der eigenen Situation erschwert den Umgang mit der Erkrankung – nicht nur für die Betroffenen sondern auch für deren Umfeld. Die Bedrohung oder gar der Verlust des Arbeitsplatzes, sozialer Rückzug und spürbare Risse in der Beziehung sind die Folge.

Hilfe in Selbsthilfegruppen finden und der Wunsch nach mehr Öffentlichkeit

Der Austausch in einer Gruppe mit Menschen, die in einer ähnlichen Lebensphase und -situation stehen, kann dabei helfen, den Anschluss an das Leben und den Mut daran aktiv teil zu nehmen, nicht zu verlieren. Betroffene können in regelmäßigen Treffen gemeinsam wieder Mut schöpfen, Anregungen zum Umgang mit und der Behandlung von chronischen Schmerzen auszutauschen und (somit für sich und ihre Umwelt) die Lebensqualität wieder steigern.

Die SHG „Chronische Schmerzen“ in Frankfurt am Main ist die Älteste ihrer Art in Deutschland. Schon 1989 gründete Birgitta Gibson, zugleich Vizepräsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V., diese SHG „um anderen dieses Alleingelassensein mit ihren Schmerzen zu ersparen“. Denn bis heute werden Schmerzpatienten nicht nur von ihren Schmerzen gequält, sondern zusätzlich von einem mangelnden Verständnis in ihrer Umgebung. „Die SHG sollte dazu beitragen, dass Betroffene Informationen über ihre Erkrankung bekommen und dass sie eine psychische Begleitung haben“, erklärt Gibson.

Von Anfang an stand dabei das Ziel, Raum für die Bedürfnisse und Wünsche der Schmerzpatienten zu schaffen, im Vordergrund. Neben der Hilfe zur Selbsthilfe legen die Selbsthilfegruppen jedoch auch sehr viel Wert auf Aufklärungsarbeit zum Thema chronische Schmerzen in der Gesellschaft. Viele Patienten wünschen sich mehr Akzeptanz, Toleranz und Respekt ihrer Situation gegenüber. „Dies kann nur durch mehr Aufklärung sowie einen natürlicheren Umgang mit Schmerzpatienten und deren Einbindung in unserer Gesellschaft erfolgen“, erläutert Gibson.

Jedoch sind die Teilnehmer in diesen Selbsthilfegruppen häufig älter als 50 Jahre. Aber immer mehr junge Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. Somit ist das Ziel vor allem junge Menschen (U50) mit chronischen Schmerzen für eine Teilnahme in einer SHG zu bewegen. Interessierte können sich an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt oder die Deutsche Schmerzliga e.V. wenden:

Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt, Telefon: 069 – 55 94 44, service@selbsthilfe-frankfurt.net

Deutsche Schmerzliga e.V., Telefon: 0700 – 375 375 375, info@schmerzliga.de