Leben mit dem Schmerz

Quelle: Welt am Sonntag

„Millionen Menschen in Deutschland sind chronisch schmerzkrank. Einen Arzt zu finden, der helfen kann, dauert oft Jahre. Doch jetzt beginnen auch deutsche Mediziner, neue Wege in der Behandlung zu gehen.“

So beginnt Wiebke Hollersen ihren Artikel „Leben mit dem Schmerz“ in der Welt am Sonntag vom 28. Januar 2018. Leider ist der Artikel (noch) nicht online verfügbar.

Hier einige der Kernaussagen des Artikels:

  • 23 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schmerzen, die kein akutes Warnsignal mehr sind, sondern die immer wiederkommen oder einfach nicht nachlassen wollen (Sven Gottschling, Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Uniklinikum des Saarlands).
  • Sechseinhalb Jahre dauere es im Schnitt, bis ein Schmerzpatient auf einen Arzt treffe, der ihm helfen kann, so Gottschling.
  • Erst seit 2016 ist die Schmerzmedizin ein Pflichtfach für Medizinstudenten in Deutschland.
  • Der Schmerz hat biologische Ursachen, er ist mit der psychischen Verfassung des Kranken verwoben, und er wird auch von seinen Lebensumständen beeinflusst. Man betrachte jeden Schmerz inzwischen nach diesem „biopsychosozialen Modell“, sagt Gottschling.
  • „Lange galt Schmerz als rein körperliches, biologisches Problem. Das war falsch. Heute meinen einige, Schmerz sei ein rein seelisches Problem. Das ist genauso falsch“, sagt Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin.

Achtsamkeit und Schmerz

„Achtsamkeit und Schmerz“ von Claus Derra und Corinna Schilling, Quelle: Thalia.de

Achtsamkeit und Schmerz – darüber schreiben Claus Derra und Corinna Schilling in ihrem neuen Buch.

Mit Achtsamkeitsübungen richtig angewandt lassen sich (chronische) Schmerzen wirkungsvoll und nachhaltig behandeln. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Achtsamkeitsübungen längerfristig wirksamer sind als Schmerzmittel. Darüber hinaus lindern und bessern sie Symptome, die oft mit Schmerzen einhergehen, wie Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Erschöpfungszustände und Unkonzentriertheit. Alltagstaugliche Achtsamkeits- und Entspannungsübungen sind einfach anwendbar und beanspruchen wenig Zeit. Sie werden in den persönlichen Alltag integriert, beispielsweise könnte man sie an der Bushaltestelle oder morgens beim Zähneputzen durchführen, manche im Sitzen, andere im Stehen. Dem Buch zugrunde liegen ein neu entwickeltes biopsychosoziales Gesundheitsmodell sowie ein neues Konzept einer Verbindung von Achtsamkeit mit gezielten Imaginationen und Autosuggestionen.

Gliederung:

I. Achtsamkeit, Gesundheit und gutes Leben

  • Was bedeutet Gesundheit?
  • Körperliche Gesundheit (Bewegung, Stressabbau, Ernährung, Schlaf)
  • Psychosoziale Gesundheit (Bedeutung von Beziehungen, Umgang mit Konflikten, Selbstwertgefühl)
  • Gutes Leben – was ist praktisch wichtig
  • Gutes Leben – 37 Minuten täglich
  • Tagebuch Gutes Leben – 15 Momente die zu beachten sind
  • Alltagsstrategien der Achtsamkeit (täglich, kleine Momente, integriert in ein Ritual)

II. Körperschmerz – Seelenschmerz

  • Stresskrankheit chronischer Schmerz
  • Warum Schmerz immer im Gehirn entsteht
  • Warum leiden Frauen 3x häufiger unter Schmerz als Männer
  • Wie Stress chronische Schmerzen macht (stressbedingte Hyperalgesie)
  • Was kann ich vom Arzt/Therapeuten erwarten – was muss ich selbst tun?

III. Gutes Leben und chronischer Schmerz

  • Was kann ich verbessern, wer kann helfen
  • Habe ich die Wirksamkeit meiner Schmerztherapie ausgeschöpft
  • Therapie alleine reicht nicht – gutes Leben bedeutet mehr
  • Wirksamer Stressabbau

Das Buch mit der dazugehörigen CD liefert ein Repertoire an Hilfestellungen und einfachen Übungen, die Betroffenen ein gutes Leben trotz Schmerz ermöglichen. Zusatzmaterialien stehen als Download bereit (PDF).

Portrait:

Corinna Schilling, Dr. med., ist Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin, Weiterbildung in Mediation und Fortbildung in Akupunktur, Hypnose und manueller Medizin. Sie arbeitet als niedergelassene Schmerztherapeutin in Berlin. Claus Derra, Dr. med., ist Arzt und Diplom-Psychologe, Facharzt für Psychiatrie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit dem Spezialgebiet Schmerztherapie, tätig in eigener psychotherapeutischer Praxis in Bad Mergentheim und Berlin.

  • Broschiert: 235 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 2 (2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783608960990
  • ISBN-10: 3608960996

Wenn Kopfschmerzen zum Alltag gehören – Spezialambulanzen setzen auf vielfältige Therapieverfahren

Quelle: „obs/Wort & Bild Verlag – Apotheken Umschau“

Bei gelegentlichen Kopfschmerzen hilft oft eine Tablette – gehören die Beschwerden aber zum Alltag, kommt es nicht in Frage, jedes Mal eine Pille zu schlucken. Kritisch wird es ab etwa acht Kopfschmerztagen im Monat, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ schreibt. „Dann sollte man zum Neurologen gehen“, rät Professor Andreas Straube, Oberarzt am Klinikum der Universität München. An vielen Unikliniken gibt es mittlerweile Spezialambulanzen mit Kopfschmerzexperten. Diese setzen als Ergänzung zu Medikamenten stark auf weitere Therapieverfahren. So schulen sie schwer Betroffene in Techniken wie der progressiven Muskelentspannung, suchen nach möglichen Verhaltensänderungen und klären über denkbare Auslöser der Beschwerden auf. Damit lässt sich zum Beispiel bei Migräne viel erreichen. Denn Migräneattacken können durch Stress ausgelöst werden. Daher ist es sinnvoll, in Gesprächen herauszufinden, welche Situationen für den Patienten belastend sind. Eine weitere Möglichkeit, die Reaktionen des eigenen Körpers besser zu verstehen, ist das Biofeedback. Dabei werden auf einem Bildschirm etwa Herzfrequenz und Muskelentspannung angezeigt. Die Patienten lernen, diese Reaktionen willentlich zu verändern. Auch von der Wirksamkeit von Ausdauersport sind Experten überzeugt. In der neuen „Apotheken Umschau“ berichten mehrere Patienten über ihren Weg aus der Schmerzfalle.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 4/2017 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Pressekontakt:

Sylvie Rüdinger
Tel. 089 / 744 33 194
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: presse@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de

Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Apotheken Umschau, übermittelt durch news aktuell

HÖRZU GESUNDHEIT: Raus aus der Schmerzfalle

Quelle: www.united-kiosk.de
Quelle: http://www.united-kiosk.de

SCHMERZBLOGADE  ist aktuell, informativ und vor allem unabhängig. Deshalb kann ich guten Gewissens die Zeitschrift HÖRZU GESUNDHEIT empfehlen, die in ihrer 3. Ausgabe 2016 mit der Überschrift „Raus aus der Schmerzfalle“ aufmacht. Ein, wie ich finde, sehr leicht verständliches und wenig reißerisches Heft, das ich allen Schmerzpatienten nur ans Herz legen kann. Zuerst war ich skeptisch, ob eine Programmzeitschrift diesem wichtigen Thema gerecht werden kann. Doch spätestens als ich die Liste der Experten, die in diesem Heft zu Wort kommen sah und die ersten Beiträge las, war ich mehr als angetan.

Chefredakteur Christian Hellmann sagt im Editorial:

„Er kann uns das Leben schwer machen – und doch könnten wir ohne ihn nicht überleben. Der Schmerz schützt uns. Er lässt uns die Hand von einer heißen Herdplatte zurückziehen, er zwingt uns in Schonhaltung, wenn es im Rücken sticht. Er weist uns manchmal auf ein verstecktes Übel im Zahn hin, dem wir dringend nachgehen sollten. Für viele Menschen jedoch gerät Schmerz zu einem dauerhaften Martyrium, das ihr Leben einschränkt – und mitunter auch die Freude daran raubt. Millionen Menschen in Deutschland sind sogar von chronischen Schmerzen geplagt. Und doch muss fast die Hälfte der Schmerzkranken über ein Jahr auf die richtige Diagnose warten. Denn leider hat Deutschland auf dem Gebiet der Schmerztherapie noch immer Nachholbedarf.

Rat von renommierten Experten

Mit der neuen Ausgabe von HÖRZU GESUNDHEIT wollen wir Wege aus der Schmerzfalle aufzeigen. Erneut haben uns renommierte Wissenschaftler, Mediziner und Therapeuten bei den Recherchen unterstützt. Unsere Autoren besuchten Kliniken und Spezialisten, die innovative Heilansätze verfolgen. Und sie sprachen mit Menschen wie Margit Couard, die ihre Schmerzen erst nach einer jahrelangen Ärzte-Odyssee mithilfe einer alternativen Heilmethode besiegte. Zudem erklären wir gängige Schmerzleiden, neue Diagnoseverfahren und zeigen, welche modernen Therapien bei den jeweiligen Symptomen helfen. Auch Ernährung spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Denn eines ist klar: So wesentlich Schmerz für uns als Schutz sein mag, so wichtig ist es auch, ihn schnell zu stoppen. Ohne ihn lebt es sich einfach besser.“

Schmerz: Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt

"Schmerz: Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt" von Dr. Amrei Wittwer und Dr. Gerd Folkers, Quelle: amazon.de
„Schmerz: Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt“ von Dr. Amrei Wittwer und Prof. Dr. Gerd Folkers,
Quelle: amazon.de

Schmerzen begleiten uns alle. Licht in das Halbwissen über Schmerz und den Umgang damit zu bringen, ist Ziel dieses Buchs. Eine Novelle als Rahmenhandlung soll die Schmerzen im Leben der Menschen anschaulich machen. Was dem Helden der Geschichte widerfährt, wird im Sachbuchtext gespiegelt: die Entstehung von Schmerz, seine Linderung und Heilung, die Kommunikation von Schmerz, Geschlechterunterschiede im Schmerzempfinden und das Verhältnis von Schmerz zu Lust. Dabei wird deutlich: Dank der Wissenschaft gelingt es uns immer besser, den Schmerz unter Kontrolle zu bringen.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. Amrei Wittwer ist Apothekerin und Schmerzforscherin mit den Schwerpunkten Schmerzlinderung, Prävention und Diagnose. Sie ist seit Dezember 2009 Oberassistentin am Collegium Helveticum Zürich und verantwortlich für transdisziplinäre Forschungsprojekte.

Prof. Dr. Gerd Folkers lehrt Pharmazeutische Chemie an der ETH Zürich. Von 2004 bis 2015 leitete er das Collegium Helveticum. Seit 2016 ist er Präsident des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrates.

  • Broschiert: 216 Seiten
  • Verlag: Hirzel, S., Verlag; Auflage: 1 (15. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3777625612
  • ISBN-13: 978-3777625614

Schmerz – eine Herausforderung

"Schmerz - eine Herausforderung" von Hans-Günter Nobis, Roman Rolke, Toni Graf-Baumann Quelle: springer.com
„Schmerz – eine Herausforderung“ von Hans-Günter Nobis, Roman Rolke, Toni Graf-Baumann
Quelle: springer.com

Informationen für Betroffene und Angehörige – Offizielle Informationsschrift mehrerer Schmerzgesellschaften

An diesem Ratgeber haben über 40 Schmerzexperten mit über 50 Beiträgen zum Thema Schmerz mitgewirkt. Dieses Buch informiert Betroffene aus erster Hand über ihre Schmerzerkrankung und hilft ihnen, sich gezielt professionelle Unterstützung zu suchen. Der leicht verständliche Text erklärt beispielsweise wie chronische Schmerzen entstehen, wie sie diagnostiziert werden und welche Behandlungsmöglichkeiten es heutzutage gibt.

So versteht der Betroffene die bio-psycho-sozialen Zusammenhänge von Schmerz aus Sicht der aktuellen Schmerzmedizin und –psychologie. Dies schafft die Voraussetzung, die Schmerzbehandlung motiviert und eigenverantwortlich mitzugestalten.

Die 2. Auflage wurde grundlegend aktualisiert und um aktuelle Themen wie „Schmerz und Partnerschaft“, „Patienten-Selbsthilfe“ sowie um das Kapitel „Ergänzende Methoden in der Schmerztherapie“ (Imagination, Feldenkrais, Musiktherapie) erweitert.

  • Gebundene Ausgabe: 165 Seiten
  • Verlag: Springer-Verlag Berlin Heidelberg; Auflage: 2 (2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Softcover ISBN: 978-3-662-48973-4
  • eBook ISBN: 978-3-662-48974-1

Wie das Gehirn heilt: Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft

Vorgestern habe ich einen interessanten Buchtipp erhalten: „Wie das Gehirn heilt: Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft“ von Norman Doidge. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber es klingt interessant. Der Campus Verlag beschreibt es folgendermaßen:

"Wie das Gehirn heilt: Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft" von Norman Doidge, Quelle: amazon.de
„Wie das Gehirn heilt: Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft“ von Norman Doidge,
Quelle: amazon.de

„Unheilbare“ Krankheiten vollständig heilen? Das ist möglich. Lange stellten Mediziner bei chronischen Schmerzen, Parkinson oder Demenz die Diagnose „lebenslang“. Norman Doidge durchbricht mit seinem Buch „Wie das Gehirn heilt“ diese massive Wand aus Leid und Schmerz. Die revolutionäre Erkenntnis von Norman Doidge: Unser Gehirn heilt! Wie das funktioniert und welche Rolle bei der Neuroplastizität etwa traditionelle chinesische Medizin oder buddhistische Meditation spielt, zeigt er an erstaunlichen Beispielen.
Ein Mann besiegt Parkinson durch Laufen, ein Blinder kann dank Meditation wieder sehen. Was nach Wunderheilung klingt, belegt Doidge mit wissenschaftlichen Studien. Und es verändert Leben.

Wie gesagt: Ich habe es selbst nicht gelesen. Aber alleine schon der Blick in das erste Kapitel „Heile dich selbst, wenn der Arzt den Schmerz nicht vertreiben kann“ macht mich neugierig.

  • Gebundene Ausgabe: 477 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (10. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593394774
  • ISBN-13: 978-3593394770