Zahl des Tages: 50 Einheiten Schmerzmittel pro Kopf

Quelle: qimono, pixabay.com

50 Einheiten beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch von rezeptpflichtigen und -freien Schmerzmitteln in Deutschland pro Jahr. Dabei steht eine standardisierte Einheit für eine Tablette, eine Ampulle oder fünf Milliliter Saft. Das meldet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller anlässlich des „Aktionstages gegen den Schmerz“.

Rezeptfreie Schmerzmittel – auch mit Koffein empfehlenswert

oetonlineSchmerzen lassen sich mit rezeptfreien Präparaten oft gut behandeln. Auch bei Öko-Test schneiden die meisten Schmerzmittel aus der Apotheke gut ab – selbst Kombinations-Arzneimittel. Von 74 getesteten Produkten fallen lediglich zwei mit „ungenügend“ durch.

Schmerz- und Fiebermittel gehören zu den Top-OTCs in den Apotheken. Die Auswahl an Wirkstoffen und Präparaten ist groß. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat für seine Dezember-Ausgabe 74 verschiedene Mono- und Kombinations-Arzneimittel gekauft und von Professor Manfred Schubert-Zsilavecz von der Uni Frankfurt untersuchen lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 38 Präparate erhielten die Bestnote „sehr gut“ und werden von Öko-Test uneingeschränkt empfohlen. 27 Arzneimittel wurden mit „gut“ bewertet, sieben mit „befriedigend“. Zwei fielen mit „ungenügend“ durch.

Wirksam sind alle

Bewertet wurde zum einen die Wirksamkeit und Sicherheit. Hier gab es wenig zu rütteln: Wirksam gegen Schmerzen und Fieber sind alle Präparate. Und die Gebrauchsinformationen enthalten in der Regel die wichtigen Hinweise zu Risiken und Nebenwirkungen, zur Dosierung sowie zur Anwendung bei Kindern und Schwangeren. Zum anderen schaute Öko-Test genauer auf die verwendeten Hilfsstoffe sowie weitere Mängel.

Alles in allem sieht es gut aus für die nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS), Naproxen und Diclofenac sowie für Paracetamol – vor allem als Monosubstanzen in (Brause-)Tabletten-Form.  Sie bekamen fast alle die Bestnote.

Hier der Link zum vollständigen Artikel von Kirsten Sucker-Sket, Deutsche Apotheker Zeitung.

Schmerz lass nach!

Chronischen Schmerzen sollte man auf den Grund gehen Quelle: Mislav Marohnić, Flickr
Chronischen Schmerzen sollte man auf den Grund gehen
Quelle: Mislav Marohnić, Flickr

Ein kritischer Blogbeitrag von Silvia Aeschbach im schweizerischen Tages-Anzeiger, der vielen Schmerzpatienten aus dem Herzen sprechen dürfte. Silvia Aeschbach ist Journalistin und Chefredaktorin der deutschsprachigen Lifestyle-Beilage „Encore“ der „SonntagsZeitung“. Ihr Interesse gilt seit je Gesellschafts- und Beauty-Themen.

Hier der Link:

http://blog.tagesanzeiger.ch/vonkopfbisfuss/index.php/34641/schmerz-lass-nach/

Schmerzmittel: Neue Konzepte in der Pipeline

Quelle: Rainer Sturm, pixelio.de
Quelle: Rainer Sturm, pixelio.de

„Während die Patentanmeldungen für neuartige Schmerzmittel zwischen 2008 und 2012 rückläufig waren, erwartet der Pharmaanalyst GBI Research einige Innovationen in den kommenden Jahren. Besonders viele neue Patente halten dabei MSD, Allergan, Sanofi und Novartis, so GBI Research, aber auch das deutsche Unternehmen Boehringer Ingelheim sei vorn mit dabei. Derzeit werde der Analgetika-Markt noch von Opioiden und nicht steroidalen Antirheumatika beherrscht, da das Wissen über Schmerzen bislang vergleichsweise gering war. Für viele Schmerzarten wie chronische und neuropathische Schmerzen stehen derzeit nur unzureichende Therapieoptionen zur Verfügung. Technischer Fortschritt und neue Forschungsergebnisse sollen nun aber zu neuartigen Wegen in der Schmerzhemmung führen.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Pharmazeutische Zeitung).

Schmerzmittel ohne Rezept – ein Bestseller in Deutschland

Prof. Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen berichtete vergangene Woche auf dem Deutschen Schmerzkongress in Hamburg über eine Relation, die jedes Jahr aufs Neue erstaunt: Analysiert man die Absatzzahlen von Schmerzmitteln in Deutschland, so steht der Verbrauch im Rahmen der Selbstmedikation mit weitem Abstand an der Spitze. Im Jahr 2013 wurden 111 Millionen Packungen Schmerzmittel ohne Rezept in der Apotheke verkauft (77,4%), auf die rezeptpflichtigen Mittel entfielen gerade einmal 32,5 Millionen Packungen (22,6%).

Wenig überraschend werden bei den nicht rezeptpflichtigen Mitteln Analgetika mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol am häufigsten verkauft. Bei den rezeptpflichtigen Mitteln sind es Analgetika mit den Wirkstoffen Metamizol, Tilidin oder Tramadol. Insgesamt ist der Absatz der Schmerzmittel in den letzten Jahren leicht rückläufig. Unterm Strich bleibt die Schmerzbehandlung in Deutschland vor allem eine Behandlung im Rahmen der Selbstmedikation.

Die 10 meistverkauften rezeptfreien Analgetika nach Packungsmengen im Jahr 2013 (ohne Re-Importe):

  1. Paracetamol-ratiopharm
  2. Thomapyrin
  3. Ibu 1A Pharma
  4. Ibu-ratiopharm
  5. Ibuhexal
  6. Nurofen
  7. Dolormin
  8. Aspirin
  9. Aspirin Plus C
  10. Ibubeta

Die 10 meistverkauften rezeptpflichtigen Analgetika (ohne NSAR) nach Packungsmengen im Jahr 2013 (ohne Re-Importe):

  1. Novaminsulfon Winthrop
  2. Novaminsulfon-ratiopharm
  3. Tilidin comp. Stada
  4. Novaminsulfon 1A Pharma
  5. Tramal
  6. Tramadol Stada
  7. Novalgin
  8. Katadolon
  9. Tilidin AL comp.
  10. Valoron N

Quelle: IMS Health