Zahl des Tages: 50 Einheiten Schmerzmittel pro Kopf

Quelle: qimono, pixabay.com

50 Einheiten beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch von rezeptpflichtigen und -freien Schmerzmitteln in Deutschland pro Jahr. Dabei steht eine standardisierte Einheit für eine Tablette, eine Ampulle oder fünf Milliliter Saft. Das meldet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller anlässlich des „Aktionstages gegen den Schmerz“.

Die sieben häufigsten Schmerzdiagnosen

(alle Schmerzdiagnosen bei Frauen und Männern zusammen = 100%)

Rückenschmerzen: Frauen: 28,9% – Männer: 22,1%

Bauch- und Beckenschmerzen: Frauen: 14,2% – Männer: 6,3%

Migräne: Frauen: 7,8% – Männer: 2,0%

Gelenkschmerzen: Frauen: 6,2% – Männer: 4,8%

Kopfschmerz: Frauen: 5,3% – Männer: 3,6%

Hals- und Brustschmerzen: Frauen: 3,1% – Männer: 2,8%

Muskelschmerzen: Frauen: 2,3% – Männer: 1,5%

 

Quelle: PAIN2020/DGSS

Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 4. Juni 2019

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

Zum achten Mal veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. gemeinsam mit Partnerorganisationen den bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Am 4. Juni 2019 informieren Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte an etwa 300 Standorten im ganzen Bundesgebiet über das Thema Schmerz. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. hat zudem eine umfangreiche Link-Liste mit hilfreichen Tipps und Materialien für Patientinnen und Patienten zusammengestellt.

Am 4. Juni 2019 können Patientinnen und Patienten zudem von 9.00 bis 18.00 Uhr die kostenfreie Telefon-Hotline (0800 18 18 120) anrufen und sich von Schmerz-Expertinnen und – Experten beraten beraten lassen.

Mit einer Pressekonferenz am 4. Juni 2019 wird der Aktionstag in Berlin begleitet.

Vorläufiges Programm:

Neue Konzepte zur Verhinderung chronischer Schmerzen: Das bundesweite Versorgungsforschungsprojekt PAIN2020
Professor Dr. med. Claudia Sommer
Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., Leitende Oberärztin und Schmerzforscherin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg

Wenn Schmerz-Patienten aus der Klinik kommen: Defizite beim Entlass-Management
Johanna Knüppel
Pressereferentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) e.V.

Zwischen Multimorbidität und Polypharmazie: Schmerzmittelgabe im Alter braucht umfassende Beratung
Berend Groeneveld
Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) e.V., Patientenbeauftragter des DAV

Moderation: Thomas Isenberg, Geschäftsführer Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

Schmerzblogade auf Facebook

Quelle: Fotolia

Auf http://www.facebook.com/schmerzblogade, Fanpage und Newscenter des Blogs schmerzblogade.com, erhältst Du jeden Tag Neuigkeiten über chronische und wiederkehrende Schmerzen.

Meine Quellen sind u.a.

  • aponet.de
  • Ärzte Zeitung
  • Berufsverband Deutscher Anästhesisten
  • Deutsches Ärzteblatt
  • Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft
  • Focus
  • Gelbe Liste
  • Gesundheitsstadt Berlin
  • Medical Tribune
  • Medizin Aspekte
  • Pharmazeutische Zeitung
  • Tagesspiegel

Auch Beiträge aus Fernsehsendungen wie z.B.

  • Ernährungs-Docs (NDR)
  • Gesundheit! (BR)
  • Hauptsache Gesund (MDR)
  • rbb Praxis
  • service:gesundheit (HR)
  • Visite (NDR)

finden sich oft auf meiner Facebook-Seite, wenn sie das Thema Schmerz behandeln.

Viel Spaß beim Stöbern!

Es tut so weh!: Lösungen für einen heilsamen Umgang mit chronischem Schmerz

„Es tut so weh!“ von Andreas Jelitto, Quelle: Amazon.de

Rund 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Schmerzen. Ihnen will Andreas Jelitto mit dem Sachbuch Es tut so weh! helfen. Der Facharzt für Anästhesie und Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie am Krankenhaus Schleiden erläutert anschaulich und verständlich anhand von Fallgeschichten und Beispielen, wie multimodale Schmerztherapie funktioniert.

Wer chronische Schmerzen hat, liegt im Krieg mit seinem Körper. Der Schmerz führt ein Eigenleben, Angehörige sind erheblich eingeschränkt und teuer ist das auch noch alles. Nicht zuletzt macht Schmerz einsam und mitunter mutlos. Andreas Jelitto richtet in seinem Buch für betroffene Laien, Angehörige und Behandler den Fokus auf die Individualität des Schmerzpatienten: Was und wie tut es weh, woran erinnert der Schmerz und wann wird es besser?

Der Autor plädiert für eine biopsychosoziale Skizzierung des Patienten durch den Arzt. Mit Vertrauen und Zeit kann eine stabile Beziehung gelingen. Die aber ist unabdingbar für die Kommunikation, aktives Zuhören oder Methoden wie Wortfeldanalysen. Die multimodale Schmerztherapie berücksichtigt die persönlichen Ressourcen des Patienten, – Schmerzen zu hemmen, das Leben zu genießen – , die man für die Behandlung nutzen kann.

“Es ist schon wichtig, was der Therapeut macht, aber noch viel wichtiger ist, was der Patient tut.”, so Jelitto.

Das Buch bietet neue Sichtweisen auf chronischen Schmerz und zeigt Lösungsansätze zur Heilung auf, die jeweils die Einzigartigkeit des Patienten und seines Leidens berücksichtigen. Durch Empathie und das Schauen aus verschiedenen Richtungen macht der Autor Mut, sich dem Schmerz auf neuer Weise zuzuwenden, um ihn zu lösen.

Autorenkommentar

Andreas Jelitto ist Facharzt für Anästhesie und seit 18 Jahren Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie am Krankenhaus Schleiden, Nordrhein-Westfalen. Er vertritt den Ansatz einer multimodalen Schmerztherapie, die nach individuellen und ganzheitlichen Lösungen für den jeweiligen Patienten sucht, und setzt hierfür das gesamte Repertoire der Schmerzmedizin ein.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andreas Jelitto ist Facharzt für Anästhesie und seit 18 Jahren Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie am Krankenhaus Schleiden, Nordrhein-Westfalen. Er vertritt den Ansatz einer multimodalen Schmerztherapie, die nach individuellen und ganzheitlichen Lösungen für den jeweiligen Patienten sucht, und setzt hierfür das gesamte Repertoire der Schmerzmedizin ein.

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Fischer & Gann; Auflage: 1. Auflage 2019 (4. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3903072761
  • ISBN-13: 978-3903072763

Nur Sie allein wissen, wie weh es tut

Seit Jahrzehnten versuchen Forscher, Schmerz zu messen. Skalen und Hirnscanner sollen helfen. Doch jeder hat seinen eigenen Schmerz und niemand kann ihn nachempfinden.

Stechend, brennend, unerträglich: Schmerz ist vielfältig und lässt sich oft nur schwer beschreiben, Quelle: Luis Galvez, unsplash.com

Probleme tauchen immer dann auf, wenn Schmerz extrem wird. Entweder, wenn er gar nicht gespürt wird oder eben fast ohne Unterlass. Die Deutsche Schmerzgesellschaft geht davon aus, dass zwischen 8 bis 16 Millionen Menschen hierzulande von chronischen Schmerzen betroffen sind. Bei ihnen funktioniert die Schmerzwahrnehmung nicht richtig. So hört der Schmerz nicht auf, sobald der Reiz, der ihn auslöst vorbei ist oder er lässt nicht nach, wenn die Ursache behoben ist.

„In der Regel spricht man nach etwa drei Monaten davon, dass ein Schmerz chronisch geworden ist“, sagt Jan-Peter Jansen. Der Schmerztherapeut ist Ärztlicher Leiter des Schmerzzentrums Berlin. In seiner Sprechstunde hat er hauptsächlich mit Menschen zu tun, die unter quälenden und anhaltenden Beschwerden leiden.

Wie ein chronischer Schmerz in der Theorie aussieht, wisse man mittlerweile, erklärt Jansen. Beschädigte Nervenzellen können ihn hervorrufen. In Laborversuchen zeigt sich: Werden Nervenzellen mehrfach gereizt, um Schmerzsignale zu senden, kann es passieren, dass sich die eine oder andere Zelle irgendwann selbstständig macht. Das Verarbeiten von Reizen gerät durcheinander. Letztlich produzieren Zellen Schmerzsignale, obwohl es nur einen schwachen oder sogar keinen Auslöser dafür mehr gibt. Es hat sich ein Schmerzgedächtnis entwickelt. „Eine einzelne Zelle kann auf diese Weise unerträgliche Schmerzen verursachen“, sagt Jansen.

Hier der Link zum vollständigen Artikel von Lara Malberger, Die Zeit.

Schmerzmittel: Top 3-Marken mit 67 Prozent Werbeanteil

Quelle: Werbemarktanalyse 2018 / research tools

Das Werbevolumen für Schmerzmittel verharrt mit rund 74 Millionen Euro auf unverändert hohem Niveau. Im Durchschnitt werben monatlich 15 Marken.

Die werbungtreibenden Hersteller von Schmerzmitteln haben im aktuellen Zwölf-MonatsZeitraum rund 74 Millionen Euro für mediale Kommunikation ausgegeben. Die Veränderung zum Vorjahr liegt bei unter einem Prozent. Trotz einer Zunahme der Werbeausgaben von 67 auf 74 Millionen innerhalb von fünf Jahren ist die Anzahl werbender Analgetikamarken seit fünf Jahren relativ konstant. Sie bewegt sich monatlich zwischen zehn und 21 Marken. Das langjährige Top-Werbemedium ist TV mit einem Anteil von 74 Prozent. Printmedien wie Fachzeitschriften, Publikumszeitschriften und Tageszeitungen halten Anteile von 23 Prozent. Auf Radiowerbung entfallen vier Prozent, Internet-Bannerwerbung ist nur schwach ausgeprägt.

Die drei Marken Dolormin, Ibu-Lysin ratiopharm und Thomapyrin stellen bereits zum zweiten Mal in Folge die Topwerber. Gemeinsam repräsentieren sie 67 Prozent des Gesamtwerbevolumens im Schmerzmittel-Werbemarkt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie ihren Anteil an der medialen Präsenz um 17 Prozentpunkte ausgeweitet. Neu in den Top 10 der werbestarken Marken ist das homöopathische Präparat Restaxil. Insgesamt werben neun Analgetikamarken mit einem Volumen von über einer Million, vier davon haben ihre Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahr aufgestockt.

Über die Studie:

Die „Werbemarktanalyse Analgetika 2018“ von research tools untersucht die Werbeausgaben von Schmerzmittelmarken in Deutschland. Sie gibt auf 147 Seiten Einblick in Trends, Benchmarks und Strategien in acht Teilmärkten. Neben der Entwicklung von Werbespendings für 50 Werber werden Fünf-Jahres-Trends erstellt. Eine Analyse der Kommunikationsstrategien zehn wichtiger Werbungtreibender untersucht quantitative und qualitative Parameter und zeigt bedeutende Werbemotive.

Weitere Informationen zur Studie:

https://research-tools.net/werbemarktanalyse-analgetika-2018/

Die Studienherausgeber:

Die Marktforschungsberatungsgesellschaft research tools mit Sitz in Esslingen am Neckar bei Stuttgart bietet umsetzungsstarke, marketingorientierte Marktforschung. Ein Fokus liegt auf der Analyse unternehmerischer Marketingmaßnahmen. Weitere Informationen: http://www.research-tools.net

Werbespendingdaten und Werbemotive der Studie beziehen sich auf den deutschen Markt und entstammen der Werbedatenbank des unabhängigen Medienbeobachters AdVision digital, Hamburg, http://www.advision-digital.de

Pressekontakt:

Uwe Matzner
research tools
Kesselwasen 10
73728 Esslingen am Neckar
Tel. +49 (0)711 – 55090381
Fax +49 (0)711 – 55090384
uwe.matzner@research-tools.net