Fixkombi überzeugt bei Rückenschmerz

Retardiertes Oxycodon und Naloxon lindert neuropathische Schmerzen.

Insbesondere Patienten mit neuropathischen Rückenschmerzen profitieren von der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und Naloxon.

Dies zeigt eine Subanalyse der PROBE-Studie, die Privatdozent Dr. Michael A. Überall, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin und Medizinischer Direktor des Instituts für Neurowissenschaften, Algesiologie und Pädiatrie, Nürnberg, bei einer von Mundipharma unterstützten Veranstaltung vorstellte.

Auswertungen dieser prospektiven, randomisierten, offenen Studie mit verblindeter Endpunktanalyse sogennatem PROBE-Design ergaben, dass die Kombination aus retardiertem Oxycodon und Naloxon (Targin®) bei chronischen Rückenschmerzen signifikant stärker wirkte als Morphin und Oxycodon und zudem besser verträglich war.

Insgesamt wurden 901 Patienten über 12 Wochen behandelt. Davon litten 45,5 Prozent an nozizeptiven und 16,6 Prozent an neuropathischen Rückenschmerzen. Aufgenommen wurden Patienten, die auf eine Vortherapie mit Nicht-Opioidanalgetika bzw. schwach wirksamen Opioiden der WHO-Stufe 2 nicht angesprochen hatten.

Als Erfolg wurde gewertet, wenn die Schmerzen um mindestens 70 Prozent reduziert wurden. Dies gelang unter der Fixkombination bei neuropathischen Schmerz bei 51,1 Prozent und bei neurozeptiven Schmerzen bei 49,6 Prozent.

Unter Oxycodon erreichten dieses Ziel nur 33,3 Prozent (p<0,001) bzw. 36,2 Prozent (p=0,007) und unter Morphin 28,8 Prozent (p<0,001) bzw. 33,1 Prozent (p=0,001).

Parallel dazu besserten sich die Lebensqualität und die Alltagsfunktionalität bereits innerhalb der zweiten Therapiewoche bei mehr als der Hälfte um 70 Prozent unter der Fixkombination.

Jeder zweite Patient wird unter einem Opioid obstipiert und zudem ist bereits jeder dritte Schmerzkranke ist aufgrund seiner Einschränkungen schon vor Therapie obstipiert.

Während unter Oxycodon und Morphin diese Beschwerden, je länger die Behandlung andauerte, kontinuierlich zunahmen, normalisierte sich die Darmfunktion unter dem Fixpräparat zunehmend.

Die mit dem Bowel Function Index (BFI) gemessene Darmfunktion lag zu Studienende mit Oxycodon/Naloxon bei 30,1 und somit im Normbereich.

Unter Morphin und Oxycodon war die Darmfunktion stark eingeschränkt und dies beeinträchtigte die Compliance der Patienten.

Die mit Oxycodon/Naloxon behandelten Patienten nahmen signifikant länger die Medikation ein und brachen seltener die Behandlung vorzeitig ab.

Die Studie bestätigte die bessere Verträglichkeit von retardiertem Oxycodon/Naloxon und die analgetische Überlegenheit sowohl bei neuropathischen als auch nozizeptiven Rückenschmerzen.

Diese Fixkombination sollte daher bei chronischen Rückenschmerzen das Mittel der ersten Wahl sein, unabhängig von der Genese der Rückenschmerzen und ob die Betroffenen bereits initial an Obstipation leiden oder nicht.

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