Biomedikamente: Revolutionär und teuer

„Biologisch hergestellte Wirkstoffe werden immer bedeutsamer, strapazieren aber das Budget der ­­Krankenkassen. Nachahmer-Substanzen sollen Abhilfe schaffen

Ein lebenswichtiges Hormon markiert den Beginn einer weitreichenden Entwicklung. Insulin, das sich viele Diabetes-Patienten spritzen müssen, wurde früher aufwendig aus den Bauchspeicheldrüsen von Rindern und Schweinen gewonnen. Seit Anfang der 80er-Jahre betreiben Hersteller Bioreaktoren, in denen Bakterien oder Hefen die Substanz in großen Mengen bilden. In Deutschland führte der gentechnische Eingriff, der dazu nötig ist, noch bis in die 90er-Jahre zu einem Glaubenskrieg.
Inzwischen wurden in der Bundes­republik mehr als 200 ähnlich hergestellte Substanzen zugelassen. Sie sind allesamt derart groß und komplex aufgebaut, dass sie sich nur schwer oder gar nicht synthetisch produzieren lassen. Lebende, oft gentechnisch veränderte Zellen, Bakterien oder Hefen sind dazu in der Lage. Die so erzeugten Wirkstoffe nennt man daher Biologika oder Biomedikamente.“

Hier der Link zum vollständigen Artikel (Dr. Reinhard Door, Apotheken Umschau).

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